Test: Corsair H150i Pro RGB

 

Detailansicht

Bei der Farbgebung sind auf den ersten Blick kaum Änderungen zu verzeichnen. Die Farben Schwarz und Silber dominieren immer noch, wobei der Silberton nun heller ausfällt. Es ist aber auch offensichtlich, dass das Kunstoffinlay am Radiator verschwunden ist. Stattdessen ist auf dem fast kastenförmigen, komplett schwarzen Radiator nur der Schriftzug und das Logo in Chrom-Look vorhanden. Der Auftritt ist hier also wesentlich dezenter. Aber auch diese Optik weiß zu gefallen und ähnelt mehr der von Custom-Radiatoren, aber auch denen der Cooler Master AiOs (z. B. MasterLiquid 240)

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Der Unterschied der Radiatoren wird auch an den Vorkammern ersichtlich. Diese sind nun, wie angesprochen, kantig. Die Anschlüsse werden hier immer noch gerade herausgeführt und sind fest mit dem Wärmetauscher verbunden. Der Radiator ist von den Ausmaßen so ausgelegt, dass die Lüfter diesen nahzu komplett abdecken. Dies hat auch zur Folge, dass die Kompatibilität bzgl. des Einbaus deutlich verbessert wird. Denn in manchen Gehäusen ist tatsächlich nur Platz für die übliche 120mm Lüfterrahmenbreite.

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Wie man den Bildern aber entnehmen kann, sind die Schläuche nun ein gutes Stück flexibler. Enge Radien und damit eine bessere Verlegung, auch in kleinen Gehäusen, sind das Ergebnis. Ob die Schläuche komplett neu sind oder die Flexibilität einzig dem geringeren Durchmesser geschuldet ist, ist uns nicht bekannt. Allerdings trägt dies sicherlich auch dazu bei.

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Wie auch schon bei den Vorgängern ist die Wärmeleitpaste bereits auf dem Boden aufgetragen. Wir finden das nach wie vor schade, da somit eigentlich nur eine einmalige Verwendung ab Werk ermöglicht wird, zumindest wenn man keine Zubehör-WLP zur Hand nimmt. Der Boden an sich sieht den Vorgängern immer noch sehr ähnlich. Die Kupferplatte ist mehr oder weniger vernietet und weist leichte Riefen auf, ist aber sehr plan. Das Kunststoffgehäuse wird augenscheinlich immer noch durch Schaumstoff etwas entkoppelt. Zu erkennen ist heir auch die neue Aufnahme der Montage-Ringe, welche lediglich aus den vier kleinen "Zapfen" besteht.

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Das Pumpengehäuse ist optisch stark überarbeitet worden. Die Grundform ist aber mit einem Achteck immer noch leicht ähnlich. Auf den schwarzen unteren Rand folgt ein leicht milchiger Ring. Darauf thront der Abschluss, welcher aus einem hell-silbernen Kunststoff besteht. Das Top ziert ein schwarzes Inlay, welches nun ein deutlich größeres Logo und den Schriftzug des Herstellers bereithält. Man kann hier schon verraten, dass beides durchleuchtet wird, aber noch weitere Bereiche im Betrieb erstrahlen können. Nei sind auch die Anschlüsse. Diese sind nun als drehbare Winkel ausgeführt. Auch dies kommt dem Einbau zugute. Für die Verbindung mit Corsair Link wird immer noch ein USB Anschluss genutzt, nun aber in der Micro-Ausführung und seitlich und nicht nach unten.

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Bei den Kabeln geht Corsair ähnlich vor wie bei der H115i. Heißt für die Stomversorgung hält ein SATA-Stecker her, das Drehzahl-Signal wird mittels 3-PIN übertragen und die Anschlüsse für dei Lüfter werden auch herausgeführt. Jedoch hat man sich dazu entschieden, dass der 3-PIN nun nicht nur das Drehzahlsignal führt, sondern auch mit der Masse des Anschlusses verbunden wird. Ob dies einen wirklichen Nutzen hat oder aber nur das Kabel durch die zweite Ader verstärkt wird, würde man nur erfahren, wenn man die Pumpe aufbricht. Bei den Lüfterkabel könnte man sich wundern, warum so viele Adern weitergegeben werden. Dies hat den Grund, dass jeder der drei Lüfter mittels Corsair Link sperat per PWM Signal angesteuert werden kann. Daher besteht das Flachbandkabel aus fünf Leitungen (Masse, 12V, 3x PWM). Warum der Aufwand? Die neueste Version der Corsair Link-Software lässt nun auch einen Stillstand der Lüfter bei geringer Last zu. Wenn wir richtig recherchiert haben, ist das momentan ein Alleinstellungsmerkmal.

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Wie man sehen konnte, hat Corsair viele Veränderungen vorgenommen, welche zumeist auch sehr sinvoll erscheinen. Ohne zu wissen, wie viel Strom die H150i PRO benötigt, hätten wir uns dennoch gewünscht, dass der Anschluss über einen 3-PIN Fan-Header erfolgt. Denn die meisten aktuellen Mainboards stemmen pro Anschluss bereits 1A oder verfügen sogar über einen dedizierten Pumpen-Header, welcher noch einmal mehr verträgt. Ein Adapter könnte bei unzureichender Leistung dann die Kompatibilität wieder herstellen.

 

 

Montage des Kühlers

Auch wenn das Montage-Kit leicht geändert wurde, hat sich am eigentlichen Prinzip nichts geändert. Im folgenden zeigen wir die Montage auf dem Sockel 1155, welche sich nicht von den anderen 115X Sockeln unterscheidet. Zunächst muss man also den passenden Ring wählen. Dieser wird von unten einfach aufgelegt und um ein paar Grad zur Seite gedreht. Auch wenn er damit nur an vier kleinen Zapfen arretiert ist, wirkt die Halterung stabil. Der Ring selber ist nun auch nur noch als eben Platte ausgearbeitet und verfügt nicht mehr über die Kragen, die noch die Ringer der Asetek-Halterung hatten.

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Im nächsten Schritt legt man die Backplate von hintern auf das Mainboard. Dazu muss man gegebenenfalls die Gewindehülsen leicht verschieben, damit diese durch die Löcher geführt werden können. Auf der gegenüberliegenden Seite wird die Backplate dann mit den Gewindestangen bzw. Abstandshaltern gekontert. Handfest ist hier völlig ausreichend.

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Hat man diese Vorbereitungen getroffen, kann die Kühler-Pumpen-Einheit bereits aufgelegt werden. Der letzte nötige Halt bzw. Anpressdruck wird über dei vier Rändelmuttern erzeugt. Diese sind über Kreuz festzuziehen, wobei wieder der Grundsatz "Handfest" gilt. Man kann die Montage dabei noch leicht durch die Zuhilfenahme eines Schraubendrehers erleichtern. Der Platz zu den RAM-Slots ist auf Grund der seitlichen Ausführung zwar etwas knapper als bspw. bei der H100i v2, sollte aber in der Regel ausreichend dimensioniert sein.

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Allumfassend ist die Montage wirklich einfach zu bewältigen und auch handwerkliche Noobs sollten sich keine Finger brechen. Die Verlegung der Schläuche fällt nun auch einfacher aus. Einzig die hohe Anzahl an Kabeln erfordert etwas Fingerspitzengefühl, damit man ein aufgeräumtes Erscheinungsbilder erhält.

 


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