Test: MSI MEG X399 CREATION

msi meg x399 creation newsbildAnders als erwartet, hat AMD zum Start der Threadripper 2000er-Serie keinen neuen Chipsatz aufgelegt. Dies hat die Board-Hersteller aber nicht davon abgehalten, dennoch neue Bretter zu präsentieren. Um dem Threadripper 2990WX gewachsen zu sein, hat MSI eine Platine herausgebracht, welche im Vergleich zu den Vorgängern deutlich aufgebohrt wirkt. Wir haben das MSI MEG X399 CREATION genauer unter die Lupe genommen und es mit dem Threadripper 2950X versucht aus der Reserve zu locken.

 

Trotz der Einführung zweier weiterer Boards, bleibt die Menge an Hauptplatinen für AMDs Threadripper überschaubar. Gerade einmal 12 Mainboards sind mit AMD Sockel TR4 gelistet, während es mit Intel Sockel 2066 ganze 49 sind. Man könnte also meinen, dass sich die einzelnen Platinen nicht besonders hervortuen müssen, doch genau diesen Schritt geht MSI beim MEG X399 CREATION. Das neue Namensschema greift auch hier, sodass direkt durch das "MEG" Kürzel (MSI Enthusiast Gaming) deutlich wird, dass man das Board an die Spitze des Lineups ansiedelt.

MSI MEG X399 CREATION 3k

Nun gibt es also von den vier großen Herstellern jeweils drei Mainboards mit dem riesigen Sockel. Das MSI X399 SLI Plus sowie X399 Gaming Pro Carbon AC mussten sich bereits bei uns beweisen und zeigten, dass hier noch Luft nach oben war. Vor allem das ASUS ROG Zenith Extreme machte dies noch einmal deutlich. Wir waren also umso gespannter, ob MSI mit dem CREATION hier zum Überholvorgang nur ansetzt oder diesen sogar erfolgreich absolvieren konnte.

 

 

 

Lieferumfang

Da man das Board noch einmal komplett umgekrempelt hat und nicht eine dritte Variante aus dem X399 SLI Plus entwickelt hat, fällt der Lieferumfang auch etwas anders aus, aber leider nicht deutlich. So schafft es die neue externe WLAN-Antenne in den Karton, welche nach 802.11AC mit bis zu 1,73Gbps funken kann. Desweiteren sind Adapterkabel für die verschiedenen RGB-Header enthalten sowie vier SATA3 Kabel. Interessanter wird es bei den Temperatur-Sensoren. Drei Stück werden beigelegt und können auch angeschlossen und ausgelesen werden. Das Highlight stellt jedoch der M.2 XPander-AERO dar, welcher nicht nur zwei PCIe SSDs wie noch beim MSI X299 XPower Gaming AC aufnehmen kann, sondern gleich vier, welche zudem durch einen großen Alu-Kühler samt Lüfter auf Temperatur gehalten werden.

MSI MEG X399 CREATION 1k MSI MEG X399 CREATION 1k

 

Die Spezifikationen

Das MEG X399 CREATION ist in vielen Bereichen gewachsen, was sich auch auf den Formfaktor niederschlägt. Gehäuse müssen mit der Überbreite des E-ATX Standards zurechtkommen. Der Platz war beispielsweise dazu nötig, um die aufgebohrte Spannungsversorgung mit 19 Phasen unterbringen zu können. Des Weiteren hat man einen gewaltigen Chipsatzkühler entwickelt, welcher zudem drei M.2 SSDs auf der Platine abdeckt und kühlt. Erweitert werden können diese durch vier weitere M.2 PCIe SSDs über den genannten XPander-AERO. Weiterhin werden nun zwei Gbit-Ports geboten sowie Intel WIFI 9260 mit bis zu 1,73Gbps und Bluetooth 5. Insgesamt werden zudem 14 USB 3.1 Gen1 Anschlüsse gestellt, jedoch nur ein 3.1 Gen2 Anschluss über den internen Typ-C Header.

 

MSI MEG X399 CREATION - im Überblick
Mainboard-Format  E-ATX
Bezeichnung  MSI MEG X399 CREATION
Sockel  LGA TR4
Preis  ~455€
Hersteller-Homepage  www.msi.de
Chipsatz-Eckdaten
Chipsatz  AMD X399 Chipsatz
Speicherbänke und Typ  8x DDR4 bis zu 3600MHz (OC) - Quad Channel (auch ECC)
Arbeitsspeicher (RAM)
 max. 128 GB
SLI / CrossFire  3-Way Nvidia-SLI
 3-Way AMD-CrossFireX
Phasen  8 + 3 (8x 2 + 3)
Stromanschlüsse  2x 8-PIN
 1x Molex

 1x 24-PIN-ATX
Features-Keyfacts
PCI-Express  4x PCIe 3.0 x16 (x16/x8/x16/x8)
 1x PCIe 2.0 x1
Serial-ATA- und 
M.2
 8x SATA 6G
 1x M.2 PCIe 3.0 x4 (32 Gb/s) & SATA - 2242, 2260, 2280, 22110
 2x M.2 PCIe 3.0 x4 (32 Gb/s) & SATA - 2242, 2260, 2280
RAID  RAID 0, 1, 10
USB   1x USB 3.1 Gen.2 - (1x Typ-C über Front-Header)
14x USB 3.1 Gen.1 - (9x am I/O-Panel Typ-A 1x Typ-C;  4x über Front-Header)
  4x USB 2.0 (4x über Front-Header)
LAN  2x Gb LAN (Intel I211-AT)
Wireless  WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac bis zu 1,73Gbps (Intel WIFI AC 9260)
Audio  Audio Boost 4 (Realtek ALC1220)
 1x digital-out (Toslink)
 5x analog-out (3,5mm Klinke)
Lüfteranschlüsse  10x DC/PWM Header
Beleuchtung  3 Zonen (I/O-Cover, PCH-Cover, Rückseite rechter Rand)
 2x 5050-Header (JRGB)
 1x WS2812b Header (JRainbow)
 1x Corsair Header (JCorsair)
Sonstiges
  • großer Kühler mit Heatpipe
  • Bluetooth 5
  • M.2 XPander-AERO
  • M.2 Shield FRozr (2x)
  • Nahimic 3
  • drei externe Temperatursensoren
  • Steel Armor (PCIe x16 & RAM)

 


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Diskutiert diesen Artikel im Forum (13 Antworten).
Gesendet: 12 Okt 2018 19:19 von Devilkiller2020 #14594
Devilkiller2020s Avatar
Super Test ausführlich beschrieben würde ich mir einen AMD Threadripper kaufen hätte ich mir definitiv auch dieses Mainboard gekauft allein schon wegen der Optik :) was ich interesant fand war die Echtzeit Temperatur Überwachung (Seite 6 Bild 6) ich hoffe dies ist beim Z390 Godlike auch zufinden :)

Ich habe bei anderen Seiten gelesen das die Mainboard Temperaturen wie vrm und pch ein wenig hoch sind könnt ihr dies bestätigen? oder allgemein unter last wie hoch waren dort die MB Temperaturen sowie die von der CPU ?


MFG Devil
Gesendet: 12 Okt 2018 20:18 von Henrik #14595
Henriks Avatar
Rein subjektiv per Hand gemessen werden die Kühler schon sehr warm. Ist aber nicht der letzte Einsatz des Boards, sodass ich das gerne auch noch einmal in Zahlen dokumentieren kann.
Gesendet: 12 Okt 2018 20:23 von Devilkiller2020 #14596
Devilkiller2020s Avatar
da bleiben wir mal gespannt :)
Gesendet: 16 Okt 2018 18:38 von Henrik #14604
Henriks Avatar
Zwischenergebniss:
Board liest die Mosfets mit 57 Grad aus, wird ein 2950X Serie gefahren. Mit etwas OC und 4ghz AC bei 1.2375v sind es 62 Grad. Die Kühler werden dabei echt sehr warm (mit Hand gemessen). Luftzug auf jeden Fall zu empfehlen. ;)

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