Test: Noctua NH-U12A

 

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Im Fokus soll es in diesem Artikel natürlich um den neuen NH-U12A gehen, für die Visualisierung der Produktänderungen, zeigt sich folgend aber auch der NH-U12S des öfteren. Die offensichtlichste Änderung am neuen Kühler-Modell dürfte wohl die Push-Pull-Lüfter-Bestückung sein. Der Vorteil besteht grundlegend darin, dass die beiden eingesetzten nicht so schnell drehen müssen, um den gleichen Luftdurchsatz wie ein einzelner Lüfter zu erreichen. Weniger Geräuschemissionen sind das Fazit, zumindest in der Theorie.

Der Noctua NH-U12A stellt sozusagen eine komplette Neuentwicklung dar, was mit dem verfolgten Ziel des Herstellers aber auch nicht anders möglich war. Natürlich spielt eine geringe Lautstärke beim österreichischem Hersteller eine sehr wichtige Rolle, der U12A soll aber weitere wichtige Ziele verfolgen.

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Zum einen Betrifft dies eine hohe Kompatibilität die an den Tag gelegt werden sollte. Der U12S konnte diese zwar auch schon bieten, den Unterschied macht dann aber das zweite verfolgte Ziel, dazu aber gleich mehr. Eine hohe Verwendbarkeit wird dadurch erreicht, dass der U12A, wie die Bezeichnug auch verrät, weiterhin auf einen bzw. zwei 120mm Lüfter setzt. Damit liegt die Bauhöhe bei 158mm, was für ein sehr breites Spektrum an Gehäusen geeignet ist. Des Weiteren hat man den Kühlturm asynchron gestaltet, sodass man eine 100% RAM-Kompatibilität erreicht. Der vordere Lüfter schließt dazu vor dem ersten Slot ab. Aber auch was die Sockel-Tauglichkeit angeht, kann der U12A gut mitspielen. Serienmäßig wird hier natürlich auch der Sockel AM4 unterstützt. Alle anderen aktuellen Sockel von Intel werden natürlich ebenfalls eingeschlossen und auch die älteren AMD Sockel können bedient werden.

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Der zweite wichtige Punkt den es zu verfolgen gab ist jedoch die Leistung. Hier wollte sich der Hersteller vom Vorgänger, dem U12S absetzen und es auch mit Kühlern mit 140mm Lüftern aufnehmen. Erreichen will man dies mit der Aufstockung der Wärmerohre von fünf auf sieben. Zudem bauen die Finnen nun deutlich tiefer, sodass die Oberfläche merklich vergrößert wurde.

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Ein weiterer Vorteil soll durch die Lüfterbestückung erreicht werden. Statt eines NF-F12 wie beim NH-U12S, kommen gleich zwei der neuen NF-A12x25 zum Einsatz. Diese haben eine lange Entwicklungszeit hinter sich und sollen leistungsgesteigert leiser agieren. Der Vorteil der Push-Pull-Bestückung liegt darin, dass der Luftstrom sozusagen bei geringem Geräuschpegel beschleunigt werden kann, zumindest in der Theorie. Noctua beschreibt im übrigen auch, dass man den hinteren Lüfter auch als Gehäuse-Entlüfter verwenden kann, um somit die Lautstärke des Systems zu senken. Ob sich der Einsatz der teuren Ventilatoren wirklich zum Erfolg führt, muss sich im Test zeigen.

 

 

Vergleich mit dem Noctua NH-U12S

Um die Änderungen im Vergleich zum Vorgänger noch einmal zu visualisieren, haben wir beide posieren lassen. Schnell wird die stark gesteigerte Größe deutlich, welche, wie angesprochen, keinen Einfluss auf die Kompatibilität haben soll. Grundsätzlich lässt sich hier bereits sagen, dass das Versprechen nur dann gilt, wenn die Spannungsversorgung des Mainboards nicht extrem hoch baut. Auch im Fall des unterstützen Sockels LGA2066 muss man mit Abstrichen rechnen. Denn hier überragt der hintere A12x25 die RAM-Slots, sodass man ihn dann notgedrungen, wenn denn möglich, dahinter im Gehäuse montieren muss.

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Im direkten Vergleich: Noctua NH-U12S (links) und NH-U12A (rechts)

Aber auch ohne Lüfter macht der U12A einen mächtigeren Eindruck. Neben der größeren Tiefe, fällt auch auf, dass er auf die zweite Reihe an Klammern-aufnahmen des U12S an der Rückseite verzichtet. Diesem liegen für einen Push-Pull-Betrieb zudem dickere Entkoppler für den hinteren Lüfter bei, was beim U12A nicht der Fall ist. Der hintere Lüfter sitzt also direkt hinter den Finnen. Um die beiden weiteren Heatpipes unterzubringen, wurde die Bodenplatte vergrößert. Dafür sind die Löcher des älteren Montagesystems verschwunden. Auch hier wird sich zeigen müssen, ob der Kühlturm einen deutlichen Unterschied bewirken kann.

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Was etwas schade ist, ist, dass aufgrund der neuen Maße die Chromax Blenden nicht mehr kompatibiel sind. Generell muss man sich mit der typischen Noctu-Optik zufriedengeben. Einen NF-A12x25 Chromax gibt es nämlich (noch) nicht. Grundsätzlich ist der Kühlturm durch die Vernickelung schon schick, allerdings könnten wir uns schon vorstellen, dass es vermehrt Nutzer gibt, die sich einen geschwärzten Turm oder/und Lüfter wünschen würden. Wir warten einfach mal ab, ob der Hersteller hier noch einmal etwas nachliefern wird.

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