Test: Cooler Master MasterAir G100M

 

Detailansicht

Wer bei der Optik des MasterAir G100M nicht direkt an ein UFO denkt, der "hat die Kontrolle über sein Leben verloren". Spaß beiseite. Abstreiten kann man die optische Verwandtschaft von einfachen UFO-Zeichnungen allerdings wirklich nicht. Der Effekt wird nicht nur von dem äußeren Ring erzeugt, welcher tatsächlich an eine umgedrehte Untertasse erinnert, sondern auch durch die kleine Kuppel der Lüfternabe.

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Die Verarbeitung des Lüfterkonstrukts wirkt dabei insgesamt wie aus einem Guss, da keine Schrauben sichtbar sind. Mängel am Kunststoff-Rahmen oder dem Lüfter konnten wir nicht ausmachen. Die Übergänge sind wirklich fließend, was trotz der großflächigen Nutzung des günstigen Materials, für ein wertiges Gefühl sorgt. Der Rotor des 100mm Lüfters ist ähnlich Beschaffen, wie der Hersteller es auch bei den anderen RGB-Lüftern umsetzt: Transparent mit rauer Oberfläche damit das Licht gestreut wird. Die Dioden der Beleuchtung des Rotors sitzen innerhalb der Nabe. Damit ist der Effekt des glühenden Motors (siehe z. B. MA610P) auch hier möglich. Beim Lüfter selber konnte man sich desweiteren auch bei keinem anderen Modell bedienen, wollte man aber scheinbar auch gar nicht, wie die runde Kappe der Nabe zeigt.

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Die Finnen sind kreisförmig um die Säule gestaffelt und durch Hacken miteinander verbunden. Kurz oberhalb der Bodenplatte bzw. der Montageaufnahme wird der Durchmesser der Finnen auf etwa 90mm aufgeweitet, um dann auseinanderzulaufen. Dieser Stufenbauweise ist es zu verdanken, dass der Kühler trotz der 74,5mm Höhe immer noch Platz für den RAM lässt, obwohl dieser überragt wird. Dass hier aber Grenzen gesetzt sind, zeigt sich auf der folgenden Seite. Die Aufnahme der Montage-Kits sitzt sozusagen auf einem Kranz der Säule und baut damit einen hohen Druck auf die CPU aus, so zumindest das subjektive Empfinden. 

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Nimmt man den Lüfter vom Kühler, so bekommt man den freien Blick auf die Finnen und das Top der Säule. Der krumme Docht wirkt hier etwas merkwürdig. Er dient vermutlich der Füllung und Verschließung der Röhre. Denn ein Zusammendrücken, wie es sonst so oft bei Heatpipes angewendet wird, wäre hier einfach nicht möglich.

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Wie man sich das Funktionsprinzip der Wärmesäule vorstellen kann und wie der Kühler an sich aufgebaut ist, wird in dem kurzen Teaser des Herstellers bereits recht deutlich. Die eigentlich Funktion ist nicht verschieden zu einer gewöhnlichen Heatpipe. Das heißt, die Säule ist mit einem Arbeitsmaterial gefüllt, das durch die Wärmezugabe an der Bodenplatte verdampft, wodurch es zu einem Druckgefälle kommt und der erwärmte Dampf automatisch zu den kühleren Stellen der Säule strömt. Dort kondensiert er und läuft wieder zurück zum Grund, wo der Prozess von vorne beginnt.

Der Lüfter samt Rahmen ist auf den Kühler mit vier Kunststoff-Klipsen einfach aufgesteckt. Der Halt ist zufriedenstellend und bedarf keiner Verbesserung. Damit keine Schwingungen des Lüfters auf den Kühler übertragen wird, sind großflächig Moosgummi-Streifen aufgeklebt. Das Typenschild gibt keine genaure Auskunft darüber, ob es sich um einen anderen, adaptierten Lüfter handelt. Witzigerweise gibt der Hersteller die Belegung der Kabel an, jedoch sind diese alle Schwarz und daher optisch nicht zu unterscheiden. Insgesamt führen wieder zwei Kabelstränge aus dem Kühler. Einmal vierpolig für die PWM-Steuerung des Motors und einmal vierpolig für die 5050-RGB-LEDs. Dieser Stecker ist nun mittlerweile weit verbreitet, sodass man die Beleuchtung auch mit sehr vielen Mainboards anpassen könnte.

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Auf der folgenden Seite widmen wir uns der Kompatibilität und Montage des UFO-Kühlers.

 


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