Roundup: 6x CPU-Kühler für AMDs Threadripper im Test

 

Arctic Freezer 33 TR

Der Arctic Freezer 33 TR tauchte eigentlich sehr schnell nach Launch des Sockels auf. Auch bei der Verfügbarkeit war man einer der ersten.  Woran dies liegt, ist relativ einfach erklärt. Die Basis des Kühlers stellt nämlich der bereits länger erhältliche Arctic Freezer 33 dar, welcher hier jedoch für die besonderen Voraussetzungen des Prozessors angepasst wurde. Am meisten Ähnlichkeit besteht hier wohl zu dem Arctic Freezer 33 eSport Edition. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Modellen der Serie, ist auch dieser mit der schwarzen, thermischen Beschichtung versehen, welche durch mikro Turbulenzen den Wärmeabtransport erhöhen soll.

Arctic Freezer 33 TR 3

Auch der verwendete Lüfter ist identisch. Zum Einsatz kommt hier der Arctic Bionix F120, welcher mit einem breiten Drehzahlbereich (200 - 1800 U/min) und dem leisen FDB Lager (Fluid Dynamic Bearing) besticht. Warum man jedoch nicht, ebenso wie beim eSports Modell, einen zweiten Lüfter zur Serienbestückung macht, ist uns nicht ganz ersichtlich geworden. Besonders an dem Lüfter ist nämlich auch, dass das Kabel sozusagen ein Y-Adapter für einen zweiten Lüfter beinhaltet.

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Unverändert blieb auch die Anzahl und Diemensionierung der Heatpipes. Vier 6mm Wärmeröhren übertragen per direct touch die Wärme des Prozessors zu den Finnen. Dabei sind sie leicht versetzt angeordnet, um einerseits die Wärme gleichmäßig zu verteilen, aber auch um die Luftführung durch den Kühler zu verbessern. Die weitreichenste Änderung erkennt man an der Kontaktfläche. Denn die vier Heatpipes bilden nun eine große, rechteckige Fläche. Der Hersteller hat hierbei darauf geeachtet, wo die Dies unter dem IHS sitzen, damit deren Wärme direkt aufgenommen werden kann.

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Insgesamt macht der Kühlkörper einen guten Eindruck. Die Beschichtung wertet ihn optisch auf und wir konnten keine Mängel an unserem Exemplar entdecken. Natürlich waren wir sehr gespannt auf die Leistung des Freezer 33 TR, da die maximale TDP mit 200W angegeben ist, was nur knapp über der TDP des AMD Threadripper 1950X liegt. Um vermeintliche Engpässe zu umgehen, haben wir den Kühler mit einem weiteren Bionix F120 betrieben. Dafür werden an dem zweiten Lüfter kleine Gummi-Puffer angebracht, damit der Ansaugbereich nicht direkt an den Finnen beginnt. Durch den symmetrischen Aufbau und das schlanke Design dürften sich eigentlich keine Komplikationen ergeben.

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Lieferumfang / Technische Daten

Der Lieferumfang enthält ein Montagekit, welches nicht nur den Sockel TR4 bedient, sondern auch bei den Sockeln 2066, 2011-3 und AM4 eingesetzt werden kann. Zudem sind zwei Klammern enthalten, welche die Montage eines zweiten Lüftes erlauben. Passend dazu sind auch die vier angesprochenen Gummi-Puffern vorhanden. Die Wärmeleitpaste (Arctic MX-4) kommt in einer Tüte und leider nicht in einer Tube. Man kann sie also nur einmal verwenden und das Auftragen fällt etwas schwerer. Der Lieferumfang des Bionix F120 haben wir nicht abgebildet. Hier sind aber auch lediglich vier "normale" Schrauben enthalten. Die Antleitung fällt bei beiden Produkten ähnlich aus. Sie ist als QR Code vorhanden und kann somit nur mit einem Smartphone dargestellt werden.

Arctic Freezer 33 TR 2 Arctic Freezer 33 TR 14

 

Arctic Freezer 33 TR
Kühler-Typ Tower-Kühler
Abmessungen 123 x 155 x 89 mm (B x H x T) - Höhe inkl. Lüfter
Gewicht 705 g (inkl. Lüfter)
Sockel Intel: 2011-3, 2066
AMD: TR4, AM4
Material
Bodenplatte: Kupfer (direct touch)
Finnen: Aluminium
Heatpipes: Kupfer
Lüfter 1x 120 mm 4-Pin-PWM (117 m²/h) - 0,5 Sone
Besonderheiten 4 Heatpipes (6mm)
schwarze, thermische Beschichtung
Kompatibilität zu anderen Sockeln
Garantie 10 Jahre
Homepage www.arctic.ac
Straßenpreis ~38€

 

 

Montage des Kühlers

Um den Arctic Freezer 33 TR montieren zu können, muss dieser etwas vorbereitet werden. Dies umfasst auch eine Demontage des Lüfters, da man sonst nicht an alle Bereiche gelangt. Auf beiden Seiten der Strebe oberhalb der Kontaktfläche werden zwei Brücken angeschraubt. Diese halten dank einer Nut auch mit einer Schraube sehr gut an Ort und Stelle.

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Auch der Sockel muss vorbereitet werden. Auf die beiden Bereiche mit den Gewindehülsen werden eigene Halter angebracht. Beide Halter sind identisch aufgebaut bzw. mit den gleichen Bohrungen versehen, sodass man diese nicht vertauschen kann. Die nun vorhanden Gewindehülsen sind nun rechteckig symetrisch aufgebaut, sodass man auch hier den Kühler in beliebiger Richtung montieren könnte.

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Nach dem auftragen der Wärmeleitpaste auf der Unterseite des Kühlers, kann dieser bereits aufgelegt werden und mit dem Sockel verschraubt werden. Die WLP wird hier auf dem Kühler aufgetragen, da die Kontaktfläche kleiner ausfällt, als der IHS. Eigentlich fällt die Montage relativ einfach aus, allerdings sind die verschiedenen Schrauben in der Anleitung nur schwer auseinanderzuhalten. Zudem würden wir uns, wie auch bei allen anderen Kühlern, einen anderen Kopf wünschen. Bei Imbus oder Torx würde unserer Meinung nach das Werkzeug besser Halt finden und der Schraubenkopf nicht so leicht verschleißen. Es wird auch keine Auskunft darüber gegeben, wie der Anpressdruck ausfallen soll bzw. ob die Schrauben komplett versenkt werden sollen. Möglich ist dies auf jeden Fall.

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Hat man den Kühler verschraubt, kann der Lüfter wieder montiert werden. Wie man sieht, ragt der Lüfter leicht über den ersten RAM-Slot. Bei einer Vollbestückung sollte man also auf flache Heatspreader achten. Beim Spannungswandlerkühler gibt es keine Probleme. Auch zum ersten PCIe x16 Steckplatz ist genügend Spielraum vorhanden.

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Fazit

Unsere Erwartungen an den Arctic Freezer 33 TR waren nicht nur auf Grund des günstigen Preispunktes eher zurückhaltend. Vor allem war uns nicht ganz klar, wie die erhöhte Kühlleistung lediglich durch die größere Bodenfläche erfolgen soll. Denn nur weil man mehr Wärmeenergie gleichzeitig aufnehmen kann, heißt das ja nciht automatisch, dass diese auch wieder ebenso schnell abgegeben werden kann. Denn eigentlich handelt es sich hier um das identische Modell wie beim normalen Freezer 33, welche nur bis 150W TDP ferigegeben ist. Daher waren die Ergebnisse um so überraschender, dass sich der günstige Kühler so wacker gegen das Heizkraftwerk AMD Threadripper 1950X stemmen konnte.

Zwar ordnet er sich immer ans Ende des Feldes, aber für den Alltag sollte der Freezer 33 TR dennoch ausreichend sein. Vor allem mit zweitem Lüfter und Airflow sollte es keine Engpässe geben. Gut gefallen hat uns auch die Optik und Verarbeitung. Die schwarze Beschichtung wertet den Kühler auf und die roten Akzente des Lüfters machen ihn etwas auffälliger. Gerade im Vergleich mit den Noctua Kühlern eine willkommende Optik. Auch der Lüfter selber ist wirklich gut gelungen. Bei 1000 U/min ist er subjektiv gesehen nicht zu unterscheiden vom Noctua NF-F12. Und das soll schon was heißen. Nett ist auch der integrierte Y-Adapter, welche leicht einen weiteren Lüfter einbindet.

 

 Arctic Freezer 33 TR
 Günstigster TR4 Kühler mit gutem Lüfter, aber keinen Reserven - 04.01.2018
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Pro Contra  Arctic Freezer 33 TR 4

+ eigentlich simple Montage ...
+ Kontakfläche an Die Anordnung angepasst
+ leiser Lüfter mit breitem Drehzahlbereich
+ Kompatibilität zu anderen Sockeln
+ Vorbereitung für zweiten Lüfter

- ... mit kaum unterscheidbaren, günstig
  wirkenden Schrauben
- keine Leistungsreserven



 

Auf Grund der ausreichenden Leistung des Arctic Freezer 33 TR für den Serienbetrieb, wollen wir nicht von einem Kauf abraten. Natürlich bleibt es fraglich, wer seine 900€ CPU mit einem Kühler für unter 40€ betreiben möchte. Mit diesem Preis liegt er insgesamt aber auch bei weitem unter den Kontrahenten. Wir verleihen dem Freezer 33 TR daher den Preis-Leistungs-Award.

Arctic Freezer 33 TR award

 

 


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