Roundup: 8x Tower CPU-Kühler im XXL-Test

 

be quiet Dark Rock Pro 3

Als der be quiet Dark Rock Pro 3 vor ca. 3,5 Jahren auf den Markt kam, musste er in große Fußstapfen treten. Diese konnte er allerdings mit Leichtigkeit ausfüllen, was sogar so weit geht, dass er immer noch der leistungsstärkste Luftkühler des Herstellers ist und sich nicht vor Konkurrenz fürchten muss. Um eine besonders hohe Kühlleistung zu erreichen, basiert er auf einem Double-Tower Design. Sieben 6mm Heatpipes verlaufen von einem Turm, bestehend aus 45 Lamellen, durch die Kupferbodenplatte zu den weiteren 45 Lamellen. Auf eine asymmetrische Anordnung wurde dabei verzichtet. Das heißt, dass die Bodenplatte vom Mittelpunkt aus nicht versetzt wurde, weshalb der Kühler bzw. auch einer der Lüfter über die Speicher-Slots ragt. Hier ist also drauf zu achten, dass man keine Speicherriegel mit hohem Heatspreader verbaut. Die Heatpipes als auch die Finnen sind dunkel vernickelt und geben dem Kühler damit einen Look, der zum Namen passt. Des Weiteren hat be quiet eine Stützplatte über die beiden Türme verlaufend angebracht. Diese verhindert nicht nur, dass die beiden Türme ihre Position verlassen, sondern bilden auch einen schicken Abschluss des Kühlers und unterstreicht den Premium-Charakter.

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Das Doppelturm-Konzept wird eigentlich aus dem Grund verwendet, da man somit einen weiteren Lüfter zwischen den Lamellen-Paketen platzieren kann. Somit muss die erwärmte Luft nicht so einen weiten Weg durch die Finnen durchlaufen, was auch den Gegendruck für die Lüfter verringert. Da die zwei Lüfter insgesamt mehr Luft bewegen können, benötigen sie auch nicht so schnell drehen, als wenn die Arbeit ein einzelner Lüfter erledigen müsste. Verbaut werden natürlich die Hauseigenen Silent Wings Lüfter. Allerdings nicht zwei identische, sondern verschieden große. Ansaugseitig wird ein 120mm und zwischen den Türmen ein 135mm Lüfter eingesetzt. Die Silent Wings mit luftstromoptimierten Rotoren und FDB Lagern sind selbst bei maximaler Drehzahl von 1700UPM (120mm) und 1400UPM (135mm) nicht aufdringlich und können nach Bedarf per PWM geregelt werden. Denn mit einer maximalen TDP von 250W ist in den meisten Fällen genug Reserve vorhanden, sodass man die Lüfter auch langsamerer drehen lassen kann. Sollte die Leistung dennoch nicht genügen, kann man noch einen weiteren 120mm auf der Rückseite platzieren. Die benötigten Klammern sind dazu enthalten.

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Natürlich schlägt sich diese Konstruktionsweise auch auf die Ausmaße und die Masse nieder. Mit einer Höhe von 163mm sollte er allerdings in die meisten Midi-Tower passen. Das Gewicht fällt mit fast 1,2 Kg aber schon sehr hoch aus. Sollte man den Rechner mal bewegen müssen, wäre eine Demontage beim Transport oder ein liegender Transport empfehlenswert.

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Lieferumfang / Technische Daten

Auf Grund dessen der Kühler bereits länger bei uns in der Redaktion verweilte, ist der Lieferumfang bei uns leicht unterschiedlich zu den aktuell erwerbbaren Modellen. Denn unser Montage-Kit stellt noch nicht die Kompatibilität zum AMD Sockel AM4 sicher. Dies ließe sich allerdings direkt bei be quiet kostenlos ordern.

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be quiet! Dark Rock Pro 3
Kühler-Typ Tower-Kühler
Abmessungen 137 x 163 x 150 mm (B x H x T) - Höhe inkl. Lüfter
Gewicht 1,2 kg (inkl. Lüfter)
Sockel Intel: 775, 1150, 1151, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-3
AMD: FM1, FM2(+), AM2(+) AM3(+)
kostenloses AM4-Umrüstkit
Material
Bodenplatte: Kupfer (vernickelt)
Finnen: Aluminium (vernickelt)
Heatpipes: Kupfer (vernickelt)
Lüfter 1x 135 mm 4-Pin-PWM (113,8 m²/h) - 21,1 db(A)
1x
120 mm 4-Pin-PWM (93,3 m²/h) - 26,1 db(A)
Besonderheiten 7 Heatpipes
Dual-Tower-Design
Garantie 3 Jahre
Homepage www.bequiet.com
Straßenpreis 72,00 EUR

 

 

Montage des Kühlers

Die Montage des Dark Rock Pro 3 beginnt zunächst sehr simpel. Man legt die Backplate von hinten aufs Mainboard, legt von vorne die schwarzen Spacer auf und verschraubt die erkennbaren Gewindebolzen von hinten mit den Schrauben. Auch der nächste Schritt gestaltet sich noch einfach. Man schraubt die passenden Montagebügel von unten an den Kühler. Die vorgesehenen Gewinde befinden sich neben der Bodenplatte.

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Nun wird es allerdings etwas knifflig. Denn nun setzt man den Kühler auf sodass die Löcher der Montagebügel über die Bolzen geführt werden. Der feste Sitz bzw. Anpressdruck wird nun dadurch erreicht, dass man auf die Bolzen Muttern schraubt. Da der Kühler aber sehr weit über die eigene Montagevorrichtung ragt, kommt man hier nur sehr schwer dran. Der beiliegende Maulschlüssel ist zwar notwendig, macht das ganze Unterfangen aber nicht viel leichter.

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Hat man dies erledigt, braucht man nur noch die beiden Lüfter einstecken. Man erkennt auf unseren Bildern sehr gut, wie mächtig der Kühler ist. An dieser Stelle müssen wir leider auf einen Fehler unsererseits hinweisen, welcher uns erst beim fertigstellen des Roundups aufgefallen ist. Fälschlicherweise haben wir die beiden Lüfter an dem jeweils anderen vorgesehenen Platz verbaut. Aber dies ist nur beim Ablichten passiert. Im Testbetrieb wurden die Lüfter wie vorgesehen platziert. Der Platz unter dem Lüfter ist damit auch etwas größer, als hier zu sehen. Trotzdem würden wir empfehlen eher auf Speicher mit Low Profile Format zu setzen. Diese passen mit Sicherheit. Als abschließenden Satz muss definitiv genannt werden, dass dieses Art der Befestigung sehr umständlich ist und es je nach Mainboard-Modell dazu kommen kann, dass man die Heatspreader vom Mainboard entfernen muss, um den Kühler befestigen zu können.

 

 

Fazit

Der be quiet! Dark Rock Pro 3 ist ohne Frage das Top Modell des Herstellers. Das wird nicht nur am Dual-Tower Design und den reinen Ausmaßen ersichtlich, sondern auch an der sehr edlen Optik und der Verarbeitungsqualität. Durch den schlichten, schwarzen Look lässt sich der Kühler in viele Builds einbinden, ohne sich dabei zu sehr aufzudrängen. Mit an Board sind die sehr guten Silent Wings Lüfter aus der eigenen Entwicklung. Diese sind nicht nur leise, sondern auch leistungsstark.

Eher problematisch bzw. kritisch sehen wir die Montage des Dark Rock Pro 3, was auch wohl des Entwicklungsstadiums geschuldet ist. Denn man kommt nur sehr schwer an die letzten Schrauben. In einem Fall mussten wir dazu sogar den Spannungswandler-Kühler demontieren. Da man aber in der Regel den Kühler nicht so häufig wechselt, fällt das hier nicht so schwer ins Gewicht. Aber gerade für Laien wollten wir dies noch einmal erwähnen.

Trotz seiner hohen Masse, der großen Kühlfläche und den beiden starken Lüftern, schaffte es das Flaggschiff von be quiet! Nicht mit den anderen Dual-Towern mitzuhalten und bildete im direkten Vergleich dieser Kategorie von Lüfterkühlern das Schlusslicht. Die Temperaturdifferenzen sind zwar im niedrigen, nuanciellen sowie einstelligen Bereich, aber wir hatten doch noch etwas mehr erwartet. Bei der Lautstärke kann er wiederrum punkten. Der Kühler samt Lüfter ist als silent einzustufen und nicht unbeding aus einem System heraushörbar. Beim Preis liegt er mit ca. 72€ auf etwa dem gleichen Niveau wie das der anderen Dual-Tower.

 

be quiet! Dark Rock Pro 3
Leistungsstärkster CPU-Kühler von be quiet! mit super leisen Lüftern - 13.09.2017
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Pro Contra  be quiet Dark Rock Pro 3 02

+ sehr leise bei allen Drehzahlen
+ sehr edle Optik und klasse Verarbeitungsqualität
+ hohes Leistungspotential
+
erweiterbar auf dritten Lüfter

- sehr umständliche Montage




 

dark rock pro 3 award silber dark rock pro 3 award silent

 


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Diskutiert diesen Artikel im Forum (2 Antworten).
Gesendet: 14 Sep 2017 14:55 von Berserkus #12750
Berserkuss Avatar
Danke für den ausführlichen Test, einzig gefehlt hat mir hier eigendlich nur der Cryoric R1 Universal/Ultimate.
Gesendet: 14 Sep 2017 15:01 von Junatic #12751
Kays Avatar
Der C1 wäre wirklich noch interessant gewesen. Ich hätte auch gerne einen Scythe Mugen 5 gesehen. Der steht ja oft im Vergleich mit dem Macho.

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