Test: Corsair Carbide 678C

 

Fazit

Corsair hat sich mit dem Carbide 275R und 275Q langsam in eine neue Richtung bewegt. Mit dem Carbide 678C versucht man nun ein Gehäuse zu kreieren, welches sehr viele Möglichkeiten in Bezug auf eine Wasserkühlungs-Montage bereithält, aber auch klassische Rezepte wie einen ODD-Schacht beherbergt. Denn gerade dieser Aspekt ist einer der Kernpunkte, den man in den vergangenen Monate immer mal wieder bei vielen Kunden, Usern und Bastlern vernehmen konnte, dass sie gern weiterhin auf ein solches Feature zugreifen würden.

Im Inneren bietet das Gehäuse u.a. Platz für E-ATX Mainboards. Ein weiteres Ziel war es zudem, neben einem leisen auch den leistungsvollen Betrieb des Systems zu gewährleisten. Daher verbaut man drei laufruhige PWM Lüfter und dämmt die großen Fläche im Midi-Tower. Damit das Gehäuse auch für die Zukunft gewappnet ist, hat man das I/O-Panel überarbeitet. Neben den blau leuchtenden Elementen ist nun auch eine moderne USB 3.1 Gen-2 Typ C Buchse sowie eine 3.5mm Klinkenbuchse für 4-polige Stecker vorhanden.

Im Test konnte das Gehäuse nicht nur im leisen Betrieb überzeugen, sondern unterliegt leider auch den physikalischen Restriktionen eines in der Front geschlossenen Gehäuses, welches man mit adaptiven Mitteln abfangen möchte. Dazu wäre der pffifige Deckel im Top-Bereich zu nennen und die drei Lüfter, welche der Kunde mitgeliefert bekommt. Hier wird dem jeweiligen User quasi schon ein recht großer Handlungsspielraum eingeräumt und geschaffen. Mittels moderater Lüfter-Drosselung lassen sich die Werksventilatoren sehr leise betreiben. Die Kühl-Performance als solche war in unserem Fall nicht die beste gewesen. In anderen Konstellationen kann sich dies aber komplett anders darstellen.

Beim Einbau von Wasserkühlungen ist man ebenfalls zu kleinen Kompromissen gezwungen, im Top sowie in der Front sollten die Radiatoren die 40mm Höhe nicht übersteigen. Ebenso vermisst man eine Kabeldurchführung bei den Grafikkarten, sodass ein noch besserer Airflow möglich ist. Die Möglichkeiten welche man aber in Summe hat, sind recht umfangreich. Denn es lässt in der Front ein 360mm Radiator unterbringen und gleichzeitig ein ODD verbauen. Aktuell findet man diese Konstellation nicht mehr so häufig im Gehäusemarkt.

Einzig der Preis von 199,- EUR (UVP) will uns nicht aktuell noch nicht so recht schmecken. Mit all den Eckdaten muss sich das Carbide 678C am ehesten mit dem be quiet! Dark Base 700 messen. Vergleicht man die Eigenschaften, punktet das be quiet! allerdings deutlich mehr, denn es ist besser gedämmt, hat zwei Premium-Lüfter verbaut, bietet teilweise Aluminium-Parts und ist mit einem Straßenpreis von aktuell rund 140,- EUR deutlich günstiger. Wir bleiben gespannt wie sich die preisliche Situation beim 678C entwickeln wird. Aktuell reißt der designierte Preis aber zu viel nach unten. In Summe haben wir hier aber dennoch ein sehr solides Gehäuse mit guten Ideen und Umsetzungen. Selbiges kann auch schon bei Amazon erworben werden.

Corsair Carbide 678C
Klasse Midi-Tower mit Silent und Performance-Ausstattung sowie große Wakü-Kompatibilität, 12.03.2019

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Pro Contra Corsair Carbide 678C 02

+ einfache Montage / Demontage der Seitenwände
+ ab Werk leicht gedämmte Front, Top und Seitenteil
+ einfache Hardware-Montage
+
einfacher, aber strukturierter Innenaufbau
+ 3x 140mm PWM-Lüfter (21,9 db(A) Werksangabe)
+ Platz für AiO-Waküs
+ Lüfter-Hub zur Steuerung via Mainboard
+ schlichte und cleane Optik
+ geringe Geräuschkulisse bei 7V-Betrieb

- recht hoher Preis für gebotenes
- zu wenig beiliegende Abdeckungen für HDD-Schächte
- Front-Klappe nur aus Kunststoff statt Aluminium
- nur einfache Schalldämmung





 

Corsair Carbide 678C award k


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