Test: Streacom FC10 Alpha

 

Hardware-Einbau

Der Einbau der Komponenten im FC10 Alpha ist kein leichtes Vorhaben, beim ersten Versuch und ohne Vorab-Erfahrung braucht es viel Geduld und Geschick - besonders beim Einbau der Kühlung. Das Innenleben ist verstrickter als man denkt, sorgt am Ende aber für ein aufgeräumtes Layout und ein recht ordentliches Kabel-Management. Wir starten mit dem Verschrauben der Mainboard-Abstandshalter. Anschließend wird die Backpanel-Abdeckung eingesetzt, womit die Vorbereitungen zum Einsetzen des Mainboards fast abgeschlossen sind. Da man beim FC10 Alpha keinen Zugriff auf die Rückseite des Mainboards hast, müssen vorab vier runde Muttern mit rundlichen Klebe-Pads an der Rückseite der Platine angebracht werden. Ansonsten kann später der CPU-Kühlkörper nicht installiert werden. Ist dies erledigt, kann das Mainboard eingesetzt und verschraubt werden. Hilfreich ist hierbei, die Ablage der Laufwerke vorher hochzuklappen, sie ist durch zwei Schrauben gesichert.

Streacom FC10 Alpha 22

Nun kann man sich der Kühlung widmen - sie besteht aus mehreren Elementen. Wir empfehlen vor der Montage am Board den Kühlkörper und die Heatpipes als Test außerhalb des Gehäuses zu montieren. So bekommt man ein besseres Gefühl, wie die Kühlung am Ende im Gehäuse verbaut sein wird. Wichtig ist auch, dass man das Mainboard auf Komptabilität zu dieser Kühlung testet, bei unserem Modell (MSI Z270 Tomahawk) war der Spannungswandler-Kühler im Weg. Zur Veranschaulichung der Kühlung wurde dieser entfernt. Es empfiehlt sich also auf ein Mainboard zu setzen, das oberhalb des Sockels keinen derartigen Kühlkörper besitzt.

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Der Kühlkörper der passiven Kühlung besteht aus zwei Teilen, welche die vier Heatpipes in der Mitte aufnehmen und für einen Kontakt sorgen. Die Bedienungsanleitung des Herstellers erklärt den Aufbau sehr detailliert und unglaublich verständlich, es ist also auf jeden Fall einen Blick in das Heftchen wert. Sind die alle Elemente an ihrem Platz, können Kühlkörper und Heatpipes verschraubt werden. Es empfiehlt sich dabei auch, nur Stück für Stück die Schrauben zu drehen. Man sollte Spannungen vermeiden, da diese sonst die Elemente der Kühlung oder auch des Mainboards beschädigen könnten. Während der Kühler über vier Schrauben mit Federn montiert ist, werden die Heatpipes über drei Aluminium-Fixierer an der Gehäusewand angebracht. Dadurch soll eine direkte Verbindung von der CPU über den Kühler, die Heatpipes bis hin zur Gehäusewand und den Lamellen verlaufen.

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Nach der Installation der Kühlung können die Datenträger (SSD und HDD) am beweglichen Arm verbaut werden. Auch eine Grafikkarte hat noch Platz im Inneren und kann an den beiden Slots montiert werden. Da sowohl das Mainboard als auch der Pixelbeschleuniger parallel zueinanderstehen, ist eine Riser-Card notwendig. Zudem ist es wichtig, ein kurzes Modell zu verwenden, sollte man auf die Ablagefläche der Datenträger nicht verzichten wollen. Als Alternative kann man diesen "Arm" auch ausbauen, die Laufwerke (je nach Platz) am Boden montieren und eine längere Grafikkarte benutzen.

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Zur Stromversorgung steht ein Nano PSU von Streacom mit 160 Watt Leistung zur Verfügung. Es wird an den 24pin-ATX-Anschlus gesteckt und dann mit den Komponenten verbunden. Neben einem 4pin-ATX-Stecker für das Mainboard stehen noch 2x SATA-Stecker und ein Molex-Anschluss zur Verfügung. Damit das externe Netzteil mit dem internen Adapter verbunden werden kann, geht eine Leitung an die Rückseite, wo sich beides miteinander verbindet. Eine Stromversorgung für die Grafikkarte ist in diesem Fall leider nicht möglich. Streacom bietet allerdings auch ein stärkeres Netzteil an, welches mit bis zu 240 Watt Leistung daherkommt.

 

Temperatur-Test

Damit das Gehäuse auch einem kleinen Temperatur-Test unterzogen werden kann, wurde aus dem Hardware-Aufbau die Grafikkarte wieder entfernt. Es sollte getestet werden, wie sich das Chassis komplett lautlos verhält und welche Temperaturen dabei herauskommen. Die erzielten Werte lassen sich zwar schwer vergleichen, dafür bekommt man aber ein gutes Gefühl wie sich der Prozessor, das Mainboard und die SSD temperaturmäßig entwickeln. Also Hauptkomponenten kam ein Intel Core i7-6700K sowie das bereits angesprochene MSI H270 Tomahawk Arctic zum Einsatz. Beim RAM das Corsair Vengeance DDR4-3200MHz Kit (CMX16GXM4B3200C16 ). Wir haben das System gestartet und dann im Leerlauf für eine Stunde laufen lassen. Dabei haben sich folgende Werte ergeben:

Temperatur-Werte - Idle
Prozessor 38 °C
Mainboard 33 °C
SSD 31 °C
Raumtemperatur 22 °C

 

Unter Last haben sich folgende Werte bei den Benchmarks "Cinebench", "PC Mark 8" und "AIDA64 Stresstest" ergeben:

Temperatur-Werte - Benchmarks
 CPUMainboardSSD
Cinebench CPU 46 °C 36 °C 35 °C
PC Mark 8 Allround 46 °C 35 °C 34 °C
AIDA64 5 min Stress-Test 55 °C 36 °C 35 °C
Raumtemperatur 22 °C

In Summe durchaus passable Werte die eine positive Tendenz abgeben, denn Intels Skylake-S-Plattform zählt nun auch wahrlich nicht zu den "kühlen dieser Gattung". Das man mit dem FC10 kein High-End-System aufbauen kann, sollte jedem klar sein. Viel mehr richtet man sich mit diesem Chassis an HTPC-Bauer oder all jene, die einfach hochwertige Materialien beim Gehäuse sehen oder keine Geräusche wollen. Der letzte Aspekt ist natürlich das größte Plus dieses Gehäuses, welches klar auf die Habenseite gepackt werden muss.

Das Gehäuse ist durch das Fehlen von mechanischen Bauteilen wie Lüftern, Festplatten oder einem optischen Laufwerk lautlos. Durch die massive Bauweise sollte aber selbst mit dem Einsatz einer HDD keine große Geräuschkulisse präsent sein. Die bewegliche Montage-Plattform ist leicht entkoppelt, erweitert wird die Entkopplung durch die Gummi-Unterseite der vier Gehäusefüße. Grafikkarten können auch verbaut werden, allerdings werden Highend-Modelle wohl an der fehlenden Stromversorgung des hier benutzten Netzteils scheitern. Man sollte demnach auf Karten ohne dedizierten Stromanschluss setzen oder ein stärkeres Netzteil verwenden. Wie sich die Temperaturen und die Lautstärke dann entwickelt, kann man nur schwer einschätzen - auch in Hinsicht auf keine weiteren Gehäuselüfter und das relativ geschlossene Gehäuse.

Kommen wir abschließend nun zum Fazit.

 


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