Test: Logitech Craft

 

Detailansicht - Logitech Craft

Hat man die Logitech Craft aus ihrer ansehnlichen Verpackung befreit, merkt man ihr den Anspruch eines wertigen Produkts an. Die Tastatur ist fast ein Kilogramm schwer, aber dafür trotzdem recht kompakt in den Abmaßen. Das hohe Gewicht resultiert aus dem Einsatz von massiven Aluminium auf der Oberseite, dass die Tastatur überaus wertig erscheinen lässt. Der Drehregler, den Logitech mit Krone (Crown) betitelt, ist aus dem gleichen kühlen Material gefertigt und sitzt formweiterführend in der linken oberen Ecke der Tastatur. Aber auch die Krone gehen wir im Praxistest noch gesondert ein, bleiben wir erstmal bei der Tastatur selbst. Abseits der aktuell überall eingesetzten mechanischen Switches, setzt Logitech bei der Craft auf Rubberdomes. Die flachen Tasten sind mit einer halbkugelförmigen Tasteneinkerbung ausgestattet, bis auf die oberste Tastenreihe, die flach gehalten wurden. 

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Auf die üblichen Aufstellfüße, für einen höheren Neigungswinkel, verzichtet Logitech gänzlich, liefert aber aufgrund der Form eine recht angenehme Schräglage mit. Die Tastatur ruht auf fünf gummierten Auflageflächen auf der Unterseite, die jederzeit einen stabilen und rutschfesten Halt auf unserem Schreibtisch gewährleisteten. Die Membrantastatur bietet gerade Vielschreibern ein angenehmes Feedback beim Schreiben. Die Laser-Cut-Tasten sind leise vom Anschlag, bieten eine angenehme Haptik und der Druckpunkt ist gut gewählt. Das Schreibgefühl liegt irgendwo zwischen hochwertiger Notebook-Tastatur und mechanischen Switches.

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Damit dieses gute Schreibgefühl auch bei dunkler Umgebung genutzt werden kann, setzt man bei der Craft eine intelligente Beleuchtung der Tasten ein. Diese Beleuchtung passt sich mit Hilfe eines Helligkeitssensor an die vorhandenen Lichtverhältnisse an. Damit die Beleuchtung den integrierten Akku nicht unnötig belastet, sitzt ein kapazitiver Ring am Rand der Tastatur, der auf Hände reagieren kann. Kommt man mit den Händen in die Nähe der Tastatur, schaltet sich die wirklich gelungene Beleuchtung automatisch ein. Schaltet sich aber auch wieder automatisch aus, wenn innerhalb von 5 Sekunden keine Hand über der Tastatur registriert wurde. Die Intensität der Beleuchtung kann unter Verwendung der oberen Funktionstasten manuell in den Helligkeitsstufen reguliert werden, oder der integrierte Helligkeitssensors übernimmt das automatisch. Eine durchaus durchdachte Lösung einer Tastaturbeleuchtung, die im Alltag auch einwandfrei funktionierte und den Umgang abends am PC deutlich vereinfachte. 

Dazu steuern auch die Schnellwahltasten ihren Teil bei, die auf den F-Tasten (FN-Zusatzbelegung) und über dem Num-Block platziert wurden. Diese lassen sich mit Hilfe der Logitech-Software (mehr dazu im Praxistest) frei mit Funktionen belegen, bieten aber auch schon in der Standardkonfiguration einen deutlichen Nutzen im PC-Alltag.

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Um mit der Tastatur kommunizieren zu können, legt Logitech ihren bekannten Unifying-USB-Empfänger mit in den Lieferumfang, kombiniert das aber mit einem zusätzlichen Bluetooth-Modul. Damit sind mehrere Szenarien in der Benutzung der Tastatur möglich, denn die Craft unterstützt die Nutzung an unterschiedlichen Geräten gleichzeitig. Dafür sind die Tasten 1, 2 und 3 zuständig, die per eigener LED den IST-Zustand signalisieren. Diese ermöglichen ein nahezu verzögerungsfreies Switchen zwischen mehreren Systemen welche gleichzeitig Mac und Windows-PCs sein können. Das machen auch die doppelt beschrifteten Funktionstasten für die beiden OS-Systeme auf dem Eingabegerät ersichtlich.

Um den verbauten Akku mit dem nötigen Strom zu speisen, liegt der Craft ein 1,30 Meter langes USB-Typ-C-Ladekabel bei. Der Hersteller gibt bei „normaler Nutzung“ eine Betriebszeit von ungefähr einer Woche an, bis die Craft zum Nachtanken des Akkus wieder mit dem USB-C-Anschluss verbunden werden muss. Wir nutzen die Craft aktuell seit zwei Wochen und das im harten täglichen Redakteursgeschäft, jedenfalls hart für die Tastatur ;-). Wir konnten bei ca. 8 Stunden täglicher Arbeit am PC eine gute Laufzeit von 5-6 Tagen erreichen, bei abends eingeschalteter Beleuchtung.

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Optisch ist die Logitech Craft schon mal ein Highlight, was nicht nur an der sehr gelungenen Beleuchtung liegt. Nein auch die Wertigkeit ist aufgrund der verwendeten Materialen gegeben. Dass Aluminium gibt der Tastatur die nötige Stabilität und wird von einem hochwertigen mattschwarzen Kunststoff begleitet. Die Tasten bieten gerade Vielschreibern eine sehr erwachsene Haptik, bei angenehmer Lautstärke und der Druckpunkt ist aus unserer Sicht perfekt gewählt, sodass ein ermüdungsfreies Schreiben überhaupt kein Problem auf der Craft darstellt. 

Leider zeigt unser Modell nach zwei Wochen intensiver Tipperei ein Quietschen bei der Leertastenbenutzung. Wir haben das störende Geräusch mal versucht in einer kleinen Audiofile festzuhalten. Leider scheint das auch kein unbekanntes Problem zu sein, im Netz (z. B. Amazon-Rezensionen) sind einige solcher Berichte von Nutzern zu finden. 

Wir haben darauf ein neues Modell von Logitech erhalten und diese Craft-Tastatur zeigt diese Problematik nicht mehr auf und liefert seit drei Wochen einen leisen Anschlag. Sollte dieses Quietschen auch bei euch auftreten, kann dem mit Hilfe von z. B. WD40 Abhilfe geschaffen werden. Da das "Quietschen" in den beiden seitlich Metallführungen begründet ist, reicht es die Leertaste von oben etwas hochzubiegen und mit einem beherzten Sprühstoß diese Elemente zu "ölen". Natürlich ist das bei einer Tastatur in diesem Preisgefüge nicht erstrebenswert, aber es schafft erstmal Abhilfe bis zum eventuellen Austausch.

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Positiv hat uns dafür die gute Akkulaufzeit gefallen, die mit aktivierter Beleuchtung und acht Stunden täglicher Malträtierung locker fünf bis sechs Tage durchhält. Da die Funktionstasten und insbesondere die Krone ohne die Software von Logitech nicht wirklich ein Mehrwert darstellt, schauen wir uns dieses elementar wichtige Programm und das Zusammenspiel mit den einzelnen Applikationen auf der nächsten Seite genauer an.

 


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