Test: Corsair Force MP510 960GB

Corsair Force MP510 NewsbildDie Corsair Force MP510 hat sich durch den generellen Preisverfall von Speicherbausteinen zum regelrechten Preistipp avanciert. Zeit also, sich den Datenträger genauer anzuschauen. Bestückt mit dem Phison E12 Controller und Toshiba BiCS 3 3D NAND TLC stehen die Aussichten nicht schlecht. Beim vorliegenden Modell mit 960GB soll die Kombination für Geschwindigkeiten von 3480 MB/s lesend und 3000 MB/s schreibend sorgen. (...)

 

Im eigenen Sortiment fügt sich die MP510 mit diesen Werten jedoch sogar nur in der Mitte ein. Unterhalb rangiert die MP300, welche auch durch das PCIe 3.0 x2 Interface eingebremst wird, darüber bewegt sich die MP600, welche mit der PCIe 4.0 x4 Schnittstelle neue Bestmarken erlangt. Die MP510 setzt hingegen auf eine PCIe 3.0 x4 Anbindung, was sozusagen dem gängigen Standard entspricht. Besondere Anforderungen wie die MP600 braucht es also nicht, um das volle Potential des Datenträgers auszufahren.

Corsair Force MP510 3k

Wobei sich das nicht ganz so einfach sagen lässt, bzw auch einen Test verlangt. Denn die Controller von schnellen NVMe SSDs werden bei lang anhaltender Belastung sehr warm bzw. können ihre Leistungsfähigkeit nur bis zu einer festgelegten Temperatur-Grenze voll entfalten. Da die MP510 im Gegensatz zur MP600 oder aber auch einer Patriot Viper PVN100 keinen Kühler besitzt, braucht es ggf. Nachhilfe durch das Mainboard oder einen Nachrüst-Kühler. Einen Kupfer-Sticker wie die MP300 setzt der Hersteller ebenfalls nicht ein. Die Komponenten der SSD sind also nur mit einem einfachem Sticker abgeklebt.

Corsair Force MP510 5k Corsair Force MP510 5k

Die darunter befindlichen Bausteine sitzen auf einem schwarzen PCB, was den meisten Optik-Fanatikern sehr zugänglich sein sollte. Wie die meisten 2280 M.2 SSDs ist die MP510 mit 960GB beidseitig bestückt. NAND und Cache sind auf beiden Seiten identisch vorzufinden. Konkret findet man jeweils zwei NAND Speicher mit der Bezeichnung "NABBG64A0A" vor, zumindest in unserem Fall. Älteren Bildern kann man entnehmen, dass hier sonst Speicher mit der Kennung "TABBG55AIV" Verwendung fand, bei welchem es sich um Toshiba TLC NAND handelt. Welcher es hier ist, lässt sich nicht sagen, da die Kennung keinerlei Ergebnisse hat zum Vorschein bringen lassen. Es sollte sich um insgesamt vier 256GB fassende ICs handeln. Dass die SSD dennoch "nur" 960GB statt 1024GB bereitstellt, liegt am Over-Provisioning. Beim DRAM-Cache sieht es etwas anders aus. Beim SK hynix "H5AN4G8NBJR" handelt es sich um 4Gb bzw. 512MB fassenden DDR4-2400 Speicher, wodurch die SSD auf 1GB Cache zurückgreifen kann. Selber RAM wird auch bspw. auf der MP600 oder Viper VPN100 verbaut.

Corsair Force MP510 7k Corsair Force MP510 7k

Das Herzstück ist der Phison PS5012-E12. Der Controller setzt acht Kanäle ein, um den NANDs die volle Leistung zu entlocken. Weiterhin setzt der von TSMC in 28nm gefertigte E12 auf die LDPC Fehlerkorrektur ein und setzt auf eine 256-bit AES Verschlüsselung.

Corsair Force MP510 6k 

Alle Daten im Überblick liefert die folgende Tabelle, welche auch noch einmal den direkten Vergleich mit den anderen beiden NVMe SSD-Serien des Herstellers liefert.

 

Corsair NVMe SSDs im Vergleich
Serie MP300 MP510 MP600
Kapazität ~1 TB
Schnittstelle PCIe x2 3.0 PCIe x4 3.0 PCIe x4 4.0
Leistungsangaben
Leseleistung (MB/s)
1600 3480 4950
Schreibleistung (MB/s)
1080 3000 4250
IOPS 4K lesen
240k 610k 680k
IOPS 4K schreiben 210k 570k 600k
Total Bytes Written (TWB) 600 TB 1,7 PB 1,8 PB
Spezifikationen
NAND-Flash 3D NAND TLC Toshiba, 64 Layer, BiCS 3D NAND TLC (?)
3D NAND TLC Toshiba, 96 Layer, BiCS4
Cache
1GB, DDR3 1GB, DDR4
1GB, DDR4
Controller Phison PS5008-E8, 4 Kanäle Phison PS5012-E12, 8 Kanäle Phison PS5016-E16, 8 Kanäle
Garantiezeit
5 Jahre
Leistungsaufnahme (max.)
3,3 W 6,9 W 6,5 W
Straßenpreis 135€ 145€ 235€

 


Anmelden

Aktuelle News

Letzte Datenträger Testberichte

Newsletter-Anmeldung