Test: beyerdynamic Team TYGR

 

Detailansicht FOX USB-Mikrofon

Wie einleitend schon erwähnt, liegt dem beyerdynamic Team TYGR Set ein Mikrofon bei. Aber nicht irgendein Mikrofon, sondern das auch einzeln erhältliche FOX USB-Kondensatormikrofon. Im Gegensatz zu den üblichen dynamischen Mikrofonen, die im Prinzip wie ein umgekehrter Lautsprecher funktionieren, machen sich Kondensatormikrofone den Effekt der Kapazitätsänderung eines Kondensators bei Abstandsänderung zweier Kondensatorplatten zunutze. Die hauchdünne Membran agiert somit schneller, als das dynamische Pendant und ermöglicht dem Kondensatormikrofon ein besseres Impulsverhalten sowie auch einen höheren Übertragungsbereich.

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Somit ist diese Art von Mikrofon gerade für die Sprachaufnahme (Podcast, Streamen oder Video-Nachvertonung) besser geeignet, dass es Konsonanten und auch Zischlaute klarer und deutlicher aufnimmt. Das Mikrofon besitzt eine Kondensatorkapsel, welche im Bereich von 20 Hz bis 20 kHz Frequenzen entgegennehmen kann und wird mit einem Empfindlichkeitsbereich von -33 Dezibel definiert. Aber es verbirgt sich nicht nur ein einfaches Mikrofon im Gehäuse des FOX, sondern neben dem Mikrofonvorverstärker, steckt dort auch der DAC (Digital-Analog-Wandler) mit samt Kopfhörerverstärker drin, der zugleich mit Audiodaten von bis zu 24 Bit und 96 kHz umgehen kann.

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Das FOX-Mikrofon wird mit einem Tischfuß aus Kunststoff ausgeliefert, der auf der Unterseite eine Art Filzmatte besitzt, um nicht auf dem Tisch hin- und her zu rutschen. Das Mikrofon selbst besteht aus einem sehr robusten Metall-Kunststoff-Mix, für einen dezenten Auftritt ist es mit einer matten Oberfläche und grauen Farbgebung versehen worden.

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Der Anschluss des Kondensatormikrofons erfolgt mittels USB Type-C-auf USB-Kabel an der Rückseite, wo sich auch der Gain-Regler für die Aufnahmelautstärke in zwei Stufen umschalten lässt. An der Front sitzt auch der 3,5-mm-Ausgang für den beiliegenden TYGR 300 R Kopfhörer. Aber auch jeder andere Kopfhörer ist natürlich nutzbar. Für die Steuerung stehen eine Mute-Taste und zwei Drehregler zur Verfügung. Letzteres regeln einmal die Lautstärke und der obere sorgt dafür, wie stark das durch das Mikrofon aufgenommene in den Kopfhörer projiziert werden soll. So kann man z. B für eine bessere Kontrolle sich selbst gut hören. Da ein Kondensatormikrofon wie weiter oben beschrieben recht sensibel reagiert, legt der Hersteller auch noch einen Windschutz bei um bspw. das hörbare Atmen bei Aufnahmen zu minimieren.

 

 

Detailansicht TYGR 300 R Kopfhörer

Beim Kopfhörer wird man direkt an einen alt bekannten der Heilbronner Manufaktur erinnert. Bis auf die farblichen Akzente, ist der TYGR 300 R nämlich ein minimal modifizierter beyerdynamic DT 990 und hauptsächlich optisch dem Gaming-Genre angelehnt. Aber auch akustisch haben die Sounddesigner wohl Hand angelegt, um etwas die wahrgenommene Räumlichkeit beim Zocken zu erhöhen.

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So verfügt der offene Kopfhörer über ein Grundgerüst aus Federstahl-Bügeln in Verbindung mit Aluminiumgabeln. Die daran aufgehangenen großen Ohrmuscheln bieten eine sehr bequeme Polsterung und hautfreundlichen textilen Bezug, der auch lange Tragesessions ermöglicht. Als besonderes Gimmick kann angesehen werden, dass sich das gepolsterte Kopfband und die Ohrauflagen austauschen lassen - also alle Verschleißteile eines Kopfhörers können erneuert werden und somit avanciert der TYGR 300R zu einem jahrelangen Begleiter.

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Dafür spricht auch die robuste Konstruktion des Kopfhörers, die insgesamt knapp 290 Gramm auf die Waage bringt und wir schon vom DT 990 her kennen. Über einen dreipoligen Klinkenstecker am etwas über 1,50m Meter langen Kabel, wird der Kopfhörer mit dem FOX-Kondensatormikrofon angeschlossen, für die Nutzung an einem Verstärker oder anderen Audio-Geräten liegt ein 6,35-mm-Klinkenadapter bei.

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Ohrpolster und Kopfband sind abnehmbar / austauschbar

Für die Schallwandlung sorgt ein 50mm großer, dynamischer Treiber mit einem Neodym-Magnet, ist mit seiner Impedanz von gerade mal 32 Ohm auch für mobile Zwecke nutzbar und bildet einen breiten Frequenzbereich von 5 Hz bis 35 KHz ab. Somit hätten wir beide Probanden ausgiebig beäugt und kommen nun zum Praxis- und Klangcheck.

 


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