Test: Sennheiser GSP 600

 

Praxis & Sitz

Da es sich um ein analoges Headset handelt, sind am Gerät nicht viele Einstellung vorzunehmen. Wie beim GSP 550 lässt sich aber auch die Lautstärke mittels großem Drehrad am Ohr verstellen. Dadurch, dass es recht schwergängig dreht, ist ein versehentliches Verstellen ausgeschlossen. Die weitere Funktion ist das Stummschalten des Mikrofons, was durch das Hochklappen erfolgt. Hat man das Headset auf dem Kopf, hört man im Inneren ein mechanisches Klicken eines Schalters. Zu beanstanden gibt es hier nichts. Etwas anders sieht es mit den Steckern der Kabel aus. Der Anschluss liegt so weit innen, dass man den Stecker leicht verkanten kann. Dies ist uns im ersten Moment auch passiert, wodurch ein defektes Kabel vermutet wurde.

Sennheiser GSP 600 28k

Der Komfort ist eigentlich nicht anders als beim GSP 550 zu beschreiben. Zwar ist es mit dem satten Gewicht von 395 g schon eher ein Schwergewicht, durch das verstellbare Kopfband sowie die Gelenke der Scharniere passen sich die Muscheln jedoch so gut an, dass der Gewichtsdruck gut verteilt wird. Dabei spielen dem Headset auch die angenehmen Polster in die Karten. Sie erwecken auch nicht den Eindruck, als würde eine längere Nutzung (im Sinne von Zeitraum) den Komfort schmälern. Der Mix der Bezugsstoffe der Ohrmuscheln macht sich indes auch sehr positiv bemerkbar. Ein schwitziges Gefühl wie bei vielen anderen geschlossenen Kopfhörern ist hier deutlich weniger ausgeprägt, auch wenn man mal eine längere Zockerpartie einlegt. Negativ muss aber auch hier die Größe erwähnt werden. Denn selbst bei nicht übermäßig großen Kopf wurde die Länge bzw. Verstellbarkeit eigentlich schon fast voll ausgereizt.

 

 

Klangcheck

Für den Klangcheck wurde das Sennheiser GSP 600 vorrangig am Sennheiser GSX 1000 betrieben, aber auch am Realtek ALC1220 musste es ein paar Runden Gaming über sich ergehen lassen. Von Anfang lässt sich feststellen, dass sich das Headset bzw. der Kopfhörer wieder deutlich von den zuletzt getesteten Gaming-Headsets der Einstigesklasse abhebt. Man spürt förmlich, dass der Hersteller im Audio-Bereich zuhause ist. Bemerkbar macht sich dies beim GSP 600 durch einen sehr satten Klang, der eigentlich keine Charakteristika missen lässt. Durch die geschlossene Bauweise kann der Kopfhörer auch in den tieferen Regionen aus den Vollen schöpfen und liefert einen kräftigen, präzisen Bass, welcher sich nicht in den Vordergrund schiebt, sondern auch den Mitten genug Luft zum Atmen gibt. Die Höhen verstecken sich ebenfalls nicht, wodurch sich insgesamt ein sehr harmonischer Klang ausbildet. Die genannten Eigenschaften ziehen sich dabei über alle Einsatzzwecke hinweg. Beim Gaming profitiert der Nutzer von einer sehr Detailreichen Wiedergabe, sodass nicht nur Umgebungsgeräusche realistisch umgesetzt werden, sondern vor allem auch Gegner schnell ausgemacht werden können.

Sennheiser GSX 1000 42k

Die Richtungszuordnung funktioniert im Stereo-Betrieb zudem sehr gut. Aber auch mit der binauralen Rendering Engine des GSX 1000 gibt das Headset eine sehr gute Figur ab. Die Eindrücke dazu kann man im Artikel des Audioverstärkers nachlesen. Auch beim Musik hören und Filme gucken macht das GSP 600 richtig Spaß. Man merkt dem Gerät seinen Preis dabei schon an. Der Kopfhörer klingt über die Bank hinweg sehr Erwachsen und ausgewogen. Die Equalizer des GSX 1000 können die Grundabstimmung für den jeweiligen Einsatzzweck auch noch einmal ausfeilen. Eine gute Soundkarte macht also schon Sinn, wobei auch bereits am ALC1220 eine solide Performance an den Tag gelegt wird.

 


Anmelden

Aktuelle News

Letzte Audio Testberichte

Newsletter-Anmeldung