Test: ASUS Prime B350-Plus

 

Der AMD B350 Chipsatz

Beim Preview des ASUS X399 ROG Zenith Extreme, als auch beim MSI X370 XPower Gaming Titamnium haben wir die Top-Chipsätze von AMD und Intel verglichen. Auch ein Vergleich mit den jeweiligen Vorgängern hatten wir angeboten. Dies soll im folgenden auch noch einmal mit den jeweils eine Nummer kleineren Chipsätzen geschehen.

 ASUS Prime B350 Plus 18

Nicht nur was die reine Leistung der neuen AMD Ryzen Prozessoren angeht konnte der Hersteller wieder Anschluss finden. Denn auch bei den Anschlüssen und Anbindungen, musste AMD  einiges aufholen. Da die Chipsätze für den Sockel AM3+ und FM2+ eigentlich nur Updates der vorherigen Sockel entsprachen, waren die Standards für z. B. USB und PCIe teilweise überholt und konnten nicht nativ ausgeführt werden. Dadurch hatte man nicht nur bei der CPU Leistungseinbußen, sondern auch bei der Übertragungsrate der Datenspeicher oder auch Steckkarten. Zudem handelt es sich bei der AM4 Plattform nun auch um die erste von AMD, welche DDR4 verwendet. Auch galt es als Ziel, die beiden vorrangegangenen Plattformen in einen Sockel zu vereinen, also eine alleinige Basis für beide CPU Varianten, mit und ohne IGP, zu schaffen. Die konkreten Unterschiede der Chipsätze bzw. Sockel liefert die folgende Tabelle.

 

PlattformAM4AM3+FM2+
Chipsatz B350 970 A78
Speicher DDR4 DDR3 DDR3
PCIe x16 Gen 3.0 Gen 2.0 Gen 3.0
Weitere PCIe Lanes (CPU/Chipsatz) 4x Gen 3.0 / 6x Gen 2.0 0 / 4x Gen 2.0 0 / 4x Gen 2.0
Video Ausgänge maximal drei N/A maximal drei
SATA maximal
(CPU/Chipsatz)
6 (2/4) 6 (0/6) 6 (0/8)
USB 3.1 Gen2 2 N/A N/A
USB 3.1 Gen1 6 (4/2) 0 4 (0/4)
USB 2.0 6 14 10
AMD CrossFire / Nvidia SLI - / -
2-Way / 2-Way 2-Way / -

 

Wie man unschwer erkennen kann, dürften theoretisch alle Verbindung einen Leistungsschub erhalten, da viele Anschlüsse wie USB 3.1 oder SATA direkt an die CPU angebunden werden können. Vor allem auch bei PCIe-Datenträgern kann man ein Performance-Plus erwarten. Denn von den 24 PCIe Gen 3.0 Lanes werden 16 für die Grafikkarten bzw. x16 Slots reserviert und vier Lanes für die Anbindung des B350. Die übrigen vier können wahlweise als PCIe x2 und 2 SATA Anschlüsse oder aber als PCIe x4 ausgelegt werden. Somit kann theoretisch eine NVMe-PCIe-SSD ihre ganze Power ausspielen, ohne dabei den Umweg über den Chipsatz gehen zu müssen.

Bei der Bestückung bzw. den Anschlüssen gilt es also immer genau hinzuschauen, da den Herstellern der Mainboards sozusagen etwas Freiheiten gegeben werden. So kann es sein, dass mechanisch gleiche Anschlüsse elektrisch nicht identisch angesteuert werden. Nach dem Vergleich mit den alten AMD Plattformen, wollen wir auch noch den Vergleich mit der aktuellen Intel Plattform bzw. dem Intel B250 des Mainstream-Sockels 1511 anstellen. Auch wenn Intel noch dieses Jahr die neuen Intel Coffee Lake Prozessoren auf den Markt entlässt, welche wohl nicht mit den alten Chipsätzen kompatibel sind, so wird es noch etwas Zeit dauern, bis ein Nachfolger des B250 parat steht.

 

PlattformAMD AM4Intel 1511
Chipsatz B350 B250
Speicher DDR4 DDR3 / DDR4
PCIe x16 Gen 3.0 Gen 3.0
Weitere PCIe Lanes
(CPU/ Chipsatz)
4x Gen 3.0 / 6x Gen 2.0 0 / 12x Gen 3.0
Video Ausgänge maximal drei maximal drei
SATA maximal
(CPU / Chipsatz)
6 (2/4) 6 (0/6)
USB 3.1 Gen2 2 N/A
USB 3.1 Gen1
(CPU/Chipsatz)
6 (4/2) 6 (0/6)
USB 2.0 6 6
AMD CrossFire / Nvidia SLI - / - 2-Way / -

 

Wie man sieht, kann AMD also auch bei der Konnektivität zugelegt. Zwar liefert der Chipsatz nicht so viele und schnelle Lanes, jedoch lassen sich Datenträger über PCIe Gen 3.0, SATA oder USB 3.1 Gen1 direkt an die CPU hängen und man umgeht damit etwaige Engpässe über die Anbindung des Chipsatzes. Das folgende Diagramm zeigt, wie ASUS die Möglichkeiten der CPU und des Chipsatzes auf dem ASUS Prime B350-Plus ausgenutzt hat.

ASUS Prime B350 Plus Layout

Wie man sieht, geht ASUS den weg, beide Datenträger-Optionen der CPU anzubieten, dass heißt, neben dem M.2 Slot mit SATA3 und PCI x4 Unterstützung, werden auch zwei SATA3 Anschlüsse direkt angebunden. Gleichzeitig können diese aber nicht im vollen Umfang. Die folgende Tabelle zeigt, in welcher Kombination der M.2 Steckplatz und die SATA Anschlüsse betrieben werden können. Diese gilt jedoch nur in Verbindung mit einer Ryzen CPU. Mit einem Athlon oder A-Serie Prozessor sieht das ganze noch einmal anders aus.

 M.2 PCIe x4 Mode PCIe x2 Mode SATA Mode
 SATA5 x x
 SATA6 x x

Bei den PCIe Steckplätzen verhält es sich ähnlich. Auch hier werden Lanes geteilt, wodurch nicht immer alle nutzbar sind. Auch hier zeigt die Tabelle, welche Kombinationen möglich sind.

 

Slot Auto Mode x4 Mode x2 Mode
PCIe x16_2 x4 x2 x4 x2
PCIe x1_1 x0 x1 x0 x1
PCIe x1_2 x0 x1 x0 x1

 

 


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