Test: Kingston HyperX Predator 480GB M.2 PCIE

Kingston HyperX Predator newsDas Jahr wurde bereits mit einigen neuen SSD-Modell-Ankündigungen eingeleitet, welche sich (endlich) vom langsam einrostenden SATA-III-Standard verabschieden. Eines dieser Modelle stammt von Kingston. Die HyperX Predator M.2 PCI-Express SSD, welche wahlweise als 240 und 480GB-Modell verfügbar ist, soll neue Leistungsdimensionen aufzeigen. Des Weiteren bietet Kingston diese SSD entweder als reines M.2-Modul oder in Kombination mit einer HHHL-Adapterkarte an. Wir haben das 480GB große Modell mit HHHL-Adapter und PCI-Express-Adapter durch unseren Parcours geschickt - die Auflösung gibt’s wie immer im nachfolgenden Testbericht.

Das bei Kingston angesiedelte HyperX-Label zielt klar auf Endkonsumenten ab, welche einen Mehrwert bei der Komponentenwahl erlangen wollen. Speziell im Fall der Predator M.2 wird dies noch deutlicher. Als zentrale Einheit setzt Kingston auf einen Marvell 88SS9293 Controller. Der Hersteller spezifiziert den Datenträger mit Geschwindigkeiten von bis zu 1400 MB/s (Lesen) bzw. 1000 MB/s (Schreiben), wohlgemerkt unter Verwendung des Atto-Benchmarks. Um diese Werte erzielen zu können, nutzt die Predator die vier PCI-Express-2.0-Leitungen des dazugehörigen Toggle-Interface aus. Aktuell können solche Transferraten lediglich mit Intels Z- oder X-Plattformen erzielt werden.

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Technische Daten

Kingston gibt einen Endurance-Wert (TBW) von 415 TB für das 240GB Modell sowie 882 TB für die 480GB Ausführung, was in der Summe beachtliche Werte darstellen. Beim Verbrauch langt man dafür aber auch gleich richtig hin. So stellen die 8,25 Watt (Schreiben) mehr als das Doppelte dar, was eine gewöhnliche SATA-III-SSD für sich aktuell beansprucht. Dem Käufer-Klientel für diese Sorte SSD dürfte dies aber herzlich egal sein.

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Auch beim Lieferumfang kann Kingston dem Kunden ein paar nützliche Dinge bieten. Neben der wertig aufgemachten Verpackung befinden sich noch ein paar Beigaben mit im Karton. Dazu zählen ein Low-Profile-Slot-Blende um die SSD auch in flachen Systemen zu verwenden, ein HyperX-Sticker sowie ein Download-Coupon für Acronis True Image HD. Mit dieser Software kann man die Partition seiner alten SSD klonen und auf die neue transferieren.

 

 Kingston HyperX Predator M.2 PCIE SSD Samsung XP941
   240 GB  480 GB  512 GB
Modellbezeichnung  SHPM2280P2H /240G
 SHPM2280P2H /480G
 MZHPU512HCGL-00000
Schnittstelle  PCIe 2.0 x4 / M.2  M.2
Leistungsangaben
Leseleistung (unkomprimiert)
 1290MB/s  1100 MB/s  1170 MB/s
Schreibleistung (unkomprimiert)
 600 MB/s  910 MB/s  950 MB/s
IOPS 4K lesen / schreiben  160.000 / 119.000  130.000 / 118.000  122.000 / 72.000
Total Bytes Written (TWB)  415 TB  882 TB  72 TB
Spezifikationen
NAND-Flash  19nm Toggle-NAND -Toshiba
 19nm Toggle-NAND - Toshiba
 19nm MLC - Samsung
Cache
 512 MB DDR3-1600
 1024 MB DDR3-1600  512 MB LPDDR2
Controller  Marvell 88SS9293  Marvell 88SS9293  Samsung UAX
Garantiezeit
 3 Jahre
 3 Jahre  5 Jahre (eingeschränkt)
Leistungsaufnahme  1,38 W(Leerlauf) 
 1,4 W (Betrieb)
 8,25 W (Schreiben)
1,38 W(Leerlauf) 
 1,4 W (Betrieb)
 8,25 W (Schreiben)

 5,8 W (Betrieb)
 
Abmessungen und Gewicht
Breite x Höhe x Länge (mm)  180,9120,9 x 21,6 (HHHL)
 180,9120,9 x 21,6 (HHHL)  80 x 22 x 4
Gewicht  72g (HHHL)
 72g (HHHL)  8,5g
Preis  264,00 EUR  491,00 EUR  390,00 EUR

 

Da es momentan noch kein wirkliches (Consumer) Konkurrenz-Produkte gibt, haben wir der Übersicht halber die Samsung XP941 mit hinzugefügt. Diese ist jedoch ausschließlich für den OEM-Markt vorgesehen und daher mit Vorsicht (hinsichtlich der Garantie) zu genießen. Leistungsmäßig liegen beide SSD-Reihen (480/512GB) annähernd auf demselben Niveau.

 

Detailansicht / Features der SSD

Unser Testmuster kam, wie bereits im Vorfeld angesprochen, mit der HHHL-Adapter-Karte an. Optisch hat man konsequenter Weise den Consumer-Fokus durchgezogen und auch der SSD sowie der Adapterkarte, ein schickes schwarzes Äußeres verpasst. Das PCB mitsamt M.2-SSD bringen zusammen rund 72 Gramm auf die Waage. Anders als hingegen Plextor mit der M6E Black Edition, kommt das Kingston-Modell ohne Kühler daher.

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Optional ist die SSD auch als reine M.2-SSD (2280) verwendbar. Lediglich das einfache Lösen einer kleinen Schraube ist dafür notwendig. Ein Garantieverlust tritt in diesem Fall nicht in Kraft. In der Detailansicht bzw. erst beim Ablösen des Herstellerstickers kommt der verbaute Controller und NAND zum Vorschein.

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Als Speicher setzt Kingston auf 19nm MLC-Toggle-NAND aus dem Hause Toshiba, welcher von einem Marvell 88SS9293 als Primärcontroller befeuert wird. Als Cache werden beim 240GB-Modell ein 512 MB und beim 480GB-Modell, zwei 512 MB RAM verbaut. 

Kingston HyperX Predator 11

Die Garantiezeit von 3 Jahren ist eher Kingston-typisch, als ein wirklicher Pluspunkt. Hinsichtlich möglicher Schutzmechanismen oder Hardware-Verschlüsselungen schaut der Kunde ebenfalls in die Röhre – dafür ist die SSD wohl im „falschen“ Klientel angesiedelt. 

 


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