Test: Teufel Motiv B

Teufel Motiv B newsMit den Teufel Motiv B gesellt sich ein weiteres Lautsprecher-Set mit Bluetooth in die Testreihen ein. Ob nun PC, Notebook, Tablet oder Smartphone, mittels Bluetooth lässt sich das kleine 2.0 Soundsystem mit "jedem" Gerät Kontakt aufnehmen. Nicht nur die Konnektivität steht im Vordergrund, sondern auch eine gute Klangkulisse bei einer kompakten Bauweise. Ob das Rezept auch in der Praxis funktioniert, haben wir wie immer in einem umfangreichen Testbericht dokumentiert.

 

 

aufmacher

 

Lieferumfang

  • Lautsprecher 1 x Aktiv- Lautsprecher 1x Passiv- Lautsprecher
  • 3m langes Lautsprecherverbindungskabel 
  • Netzteil 
  • 2x Tischfuß für die Lautsprecher
  • Gebrauchsanweisung

 

Beim Packaging setzt Teufel auf die bekannt einfache Kartonage sowie Styropor. Alles ist sicher verpackt und kommt dementsprechend gut geschützt beim Endkunden an. Gut gefallen hat uns die einfache Usability und die klare Beschriftung der einzelnen Umverpackungen.

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Teufel Motiv B im Überblick
Bezeichnung  Teufel Motiv B
Typ  2.0 Soundsystem mit 48-Watt-Class-D Verstärker
Gewicht  2,2 Kg
Treibertyp
 1x 22mm Hochtöner
 1x 70mm Tieftöner
Abmessungen  14,60 x 13,00 x 18,00cm (T x B x H)
Anschlüsse  3,5mm Klinke
Schnittstellen  Bluetooth 3.0 mit aptX-Codec
Max. Schalldruck  98dBA
Frequenzbereich  65Hz - 22 KHz
Besonderheiten  48-Watt-Class-D-Verstärker in Bi-Amping-Technologie
 Bluetooth 3.0 mit aptX-Codec
 Gerät schaltet sich automatisch ein und aus
Garantie    2 Jahre elektronische Geräte, Komponenten und Bauteile
 12 Jahre für Gehäuse, Chassis und Frequenzweichen
Homepage  www.teufel.de
Straßenpreis  249,99 EUR

 


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Diskutiert diesen Artikel im Forum (10 Antworten).
Gesendet: 19 Okt 2015 23:16 von Chris #7530
Chriss Avatar
Sehr schöner Test, danke!
Hast/hattest du vielleicht jedoch auch die Möglichkeit die Bluetooth-Qualität mit einem Handy/Gerät zu testen welches apt-X nicht unterstützt?
Mich würde wirklich interessieren ob der Unterschied groß bzw. deutlich hörbar ist.
Gesendet: 20 Okt 2015 16:02 von Matze. #7581
Matze.s Avatar
Also ich habe es mal mit dem Wiko Rainbow 4G getestet, das hat keine AptX Unterstützung. Von der Soundqualität bei gleichem Quellmaterial gab es keinen hörbaren Unterschied. Bei der Verbindungqualität war auch kein Unterschied wahrnehmbar, was Entfernung oder Störungen betrifft. Ich denke für eine hörbare Veränderung muss der Lautsprecher ein paar Klassen höher angesiedelt sein, das der Codec eventuell seine Qualität unter Beweis stellen kann. Wobei das Quellmaterial in FLAC auch schon sehr gut war.
Gesendet: 21 Okt 2015 12:48 von Chris #7621
Chriss Avatar
Danke für den schnellen Test bzw. Vergleich. Ich habe mir ehrlich gesagt bereits gedacht das es in diesem Preissegment eher nur ein Marketing-Gag ist :whistle: Aber Danke jedenfalls für die Bestätigung :)
Gesendet: 24 Okt 2015 18:17 von BFMV #7774
BFMVs Avatar
Moin,

Ich finde den Test eher so... Naja...
Es wurden blind Herstellerdaten kopiert und tiefergehendes Wissen über Lautsprecher und Endstufen scheint nicht so wirklich ausgeprägt vorhanden zu sein.

Meine Kritikpunkte:
MDF. Für den Preis erwarte ich mindestens HDF (Hochdichte Faserplatte) oder MPX (Multiplex).
Class D. Das ist mit Abstand das schlimmste was man einem Lautsprecher antun can.
Schauen wir uns mal Class-D Endstufen an.
Erstmal eine kleine Einführung in die Endstufentechnik:
Es gibt grundlegende Unterscheidungen:
Es gibt die Endstufen, die unterschiedliche Spannungsrails haben (z.B: Class G) oder die Spannung der Rails regeln (Class H, Class TD, etc.)
Dann gibt es die klassischen Endstufenklassen A, B und AB. Außerdem die "digitalen" Endstufen mit Klasse-D. Warum dieser Name zu unrecht ist, erkläre ich noch.
Die Grundlegende Unterscheidung der Endstufenklassen liegt im Ruhestrom (Bias).
Bei Klasse B ist keiner, Bei Klasse AB ein bisschen und bei Klasse A GANZ viel.
Ruhestrom wird verwendet, weil Transistoren erst ab 0.7V anfangen zu leiten, weswegen ein Teil des Signals abgeschnitten wird -> Verzerrungen. So sieht KLasse B aus: Hocheffektiv, da kein Ruhestrom, aber viele Verzerrungen.
Jetzt wirds kompliziert:
Bei Klasse A und Klasse AB muss man immer sagen: Bis WOHIN (Bis wieviel Leistung).
Klasse A ist definiert so, dass durch die Transistoren MINDESTENS dauerhaft halb soviel Strom fließt wie die Maximal zu erwartende Ausgangsleistung maximal an Strom liefern müsste.
Heißt der Strom bei Klasse A wird berechnet folgendermaßen: (Umformung Ohmsches Gesetz) sqrt(Maximal zu Erwartende Ausgangsleistung / Impedanz an der die Ausgangsleistung geliefert werden soll). Nehmen wir eine fiktive Endstufe mit Klasse A (Vollbereich) und 100W an 8 Ohm an.
Die Railspannung muss mindestens (ohne Transistorverluste, Basis/Emitter Widerstände und sonstiges) sqrt(100*8) ~ 28,28V betragen. Der Maximal zu erwartende Ausgangsstrom ist sqrt(100/8) ~ 3,53A. Ergo ist der Bias 1,77A pro Seite. Warum pro Seite? Wir haben 2 "Seiten" bzw. Rails: die positive und die negative Rail. Musik ist wechselstrom. Übrigens gehen wir von einem Push/Pull Klasse A Verstärker aus, das ist besser als mit nem Kondensator um den Bias abzublocken. Ergo haben wir 2*1,77A nur an Ruhestrom. Macht 3,53*28,28V=100W nur an Abwärme.
Dann kommt ja noch die Musik dazu und dann haben wir den Salat. Allerdings ist Klasse A die verzerrungsarmste Endstufenklasse. Aber gut, nach diesem Exkurs komm ich zum eigentlichen Thema:
Klasse D für HiFi(!). Klasse D kann entweder an oder aus. Dadurch wird ein hoher würgegrad erzielt werden. Aber Musik sind ja keine Rechtecke sondern Kurven. Also müssen die Rechtecke durch ein LC Filter geglättet werden. Problem dabei: Das Signal "franst" aus. Führt zu hoher Verzerrung.
Nächster Punkt: Bassreflex. Bassreflex dröhnt immer, außer man hat was in den Ohren. Deswegen sollte man Bassreflex nur im Bass einsetzen, da klingt das sogar eher gut.
Vorletzter Punkt: Der Frequenzgang. 65-22000Hz? Schön geschönt von Teufel, bitte das nächste mal nachmessen. Ohne db Angabe ist das ganze nämlich witzlos und irreführend. das dürften -15db sein, was also ungefähr ein Viertel der Lautstärke zum Bezugspunkt im linearen Bereich ist. Ergo ist die Box bei 65Hz nur ein Viertel so laut wie bei z.B. 1000Hz. Außerdem kann 22kHz eh kein Mensch mehr hören, schluss ist, je nach Alter, so bei 17,5kHz.
Letzter Punkt: Maximalpegel. 98dbA. Sorry, aber das ist schwach. Das ist etwas lautere Zimmerlautstärke. Außerdem ist dbA die ganz falsche Angabe. dbA ist ein Bewertungspegel für Lautstärkemessungen. Dabei wird das Fletcher/Munson Diagramm miteinbezogen, also darf man im Bass mehr Pegel fahren. Außerdem wird der Maximalpegel zu niedrigen Frequenzen hin sehr viel weniger, laut Fletcher Munson Diagramm braucht man da aber signifikant MEHR Pegel - merkter was?

So, soviel von mir.

Viele Grüße

P.S. Lieber Karmageber: Solltest du ein Problem mit mir persönlich oder einem meiner Posts ein Problem haben, dann schreib mir das doch bitte per PN, anstatt mir ohne Vorwarnung Minus Karma reinzudrücken. Ich beiße auch nicht, wenn Du mir eine PN schreibst ;)

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