AMD korrigiert die Preise der Ryzen 1000-Serie nach unten

logo AMD RyzenNeben der Ankündigung der neuen Raven Ridge und Ryzen 2000 CPUs, hat AMD auch eine Preiskürzung der aktuellen Prozessoren der AMD Ryzen 1000-Serie vorgenommen. Dabei hat der Hersteller nicht nur wieder eine Gegenüberstellung mit der leistungsmäßigen sowie preislichen Konkurrenz gemacht, sondern auch die Preise der AMD Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G mit integrierter GPU preisgegeben.

 

Dass AMDs Ryzen CPUs nach langer Zeit wieder leistungstechinsch mit der Konkurrenz mithalten können, sollte mittlerweile durchaus kein Geheimnis mehr sein. Zum Einführungszeitpunkt bestand die direkte  Konkurrenz dabei maximal aus Vierkern CPUs mit SMT. Hier konnte AMD also einen sehr guten Stich landen, indem man preislich Prozessoren mit mehr Kernen gegenüberstellte. Hierdurch konnten die Ryzen Prozessoren besonders bei Anwendungen sich von den Intel Kaby Lake CPUs absetzten. Die Einführung der Intel Coffee Lake Prozessoren hat jedoch das Bild wieder etwas geändert. Denn nun wurden auch Sechskerner für die Mainstream-Plattform 1151 verfügbar. Durch die nochmal gesteigerten Taktraten hatten die AMD Ryzen CPUs dadurch vor allem in Spielen wieder öfter das nachsehen zum preislichen Derivat von Intel.

Um diesem entgegenzuwirken, hat AMD nun eine Preisanpassung vorgenommen, wodurch die Ryzen Prozessoren wieder in einem sehr attraktivem Licht erscheinen. Natürlich hat man dies auch vorgenommen um die Lager für Ryzen 2000 zu leeren. Nichts desto trotz können sich durch die Preiskorrektur sicherlich viele noch eher für einen Systemwechsel entscheiden. Denn vor allem die Leistungsstarken Ryzen 7 (mit X) sind deutlich im Preis gefallen.

AMD Ryzen 1000 Preisanpassung

Fast übersehen haben wir bei der veröffentlichten Tabelle aber auch, dass der Hersteller nun auch die UVP der Prozessoren mit integrierter GPU angegeben hat. Zudem sieht man auch, dass diese Modelle einen Ersatz für die kleinen Ryzen 3 und 5 Prozessoren (ohne X) darstellen könnten. Der Ryzen 3 2200G wird mit 99$ angegeben und ist damit vermutlich sogar günstiger als der i3-8100. Auch der Ryzen 5 2400G scheint mit 169$ günstiger als die Konkurrenz aus i5 der 7000er Serie ausfallen. Nicht zu vergessen ist dabei, dass die beiden AMD CPUs vermutlich wieder unlocked sein werden bzw. eine freien Multiplikator erhalten.

 

Quelle: AMD

Anmelden
Diskutiert diesen Artikel im Forum (11 Antworten).
Gesendet: 12 Jan 2018 14:59 von kadney #13721
kadneys Avatar
Es ist echt schön zu sehen, dass AMD wieder kräftig auf dem CPU Markt mitmischt.
Bei Intel hat man immer vergeblich auf Preisanpassungen gewartet. Die haben bei einem Generationswechsel die alten CPUs so lange einfach weiter zur UVP verkauft, bis keine mehr da waren. :huh:

Die Ryzen CPUs sind in den letzten Monaten auch ohne die Anpassungen schon kräftig im Preis gefallen. Bleibt also abzuwarten, ob und wie stark die Preise noch weiter fallen werden.

Beispiele:
Ryzen 7 1700 lag im Nov./Dez. bei ~285€, jetzt sind es ~280€. (Ausreißer mal ausgenommen)
Ryzen 7 1700x: schwankte stark zwischen ~295€ und ~330€, seit Ende Dez. ~310€.
Ryzen 7 1800x: ebenfalls starke Schwankung zwischen ~350€ und ~410€, Ende Dez. bei ~360€ eingependelt und dann im neuen Jahr wieder ein Sprung auf fast 400€. Jetzt steht er aktuell bei ~330€.

Einzig die RAM Preise trüben zurzeit den Spaß, die sind seit November bei vielen Kits mal wieder auf oder sehr nah an einem Allzeithoch. :S
Gesendet: 12 Jan 2018 15:12 von NIGHT83 #13722
NIGHT83s Avatar
Die 299€ für meinen Ryzen 7 1700X waren echt ok, bei den Speichern habe ich mich aber auch geärgert ein paar Tage vor der Bestellung lagen die bei 180-190€ als ich dann bestellt habe über 240€.
Gesendet: 13 Jan 2018 22:07 von Kabs #13746
Kabss Avatar
Wenn man sich auf Steam statistiken anschaut, wundere ich mich das dort angeblich immernoch soviel Leute Intel nutzen:

store.steampowered.com/hwsurvey/
Gesendet: 13 Jan 2018 23:44 von kadney #13749
kadneys Avatar
Ich fänd es mal interessant, bei den Steam Statistiken die absoluten Zahlen und eine Aufteilung nach Regionen zu sehen.

Nachdem sie China mit in die Statistik aufgenommen haben, kann man Vergleiche mit den Vormonaten eh vergessen. Das sieht man schön bei den Octa-Cores: Von 1,44% auf 1,00% runter.

Entweder haben massig Leute ihre Octa-Core CPUs abgestoßen oder die Datenbasis hat sich um rund 44% erhöht. Würde dazu passen, dass die Chinesen jetzt mitgezählt werden.

Trotzdem ist auch der Trend seit Oktober erstaunlich. Intels Anteil ist von angeblich von 89,6% auf 91,2% gestiegen.

Wobei man die immer mit Vorsicht genießen muss. Man kennt keine absoluten Zahlen, hat keine Angaben über die Anzahl der Stichproben und weiß auch nicht nach welchen Kriterien diese ausgesucht werden.

Es könnte ja durchaus sein, dass z.B. im November 100 Leute gefragt werden, von denen 25 AMD und 75 Intel benutzen. Im Dezember fragt man dann 100 völlig andere Leute, von denen zufällig nur 10 AMD und 90 Intel benutzen.

Es könnte natürlich sein, dass sich solche Effekte ab einer gewissen Datenmenge relativieren, wenn man z.B. Hunderttausend oder gleiche eine Millionen Leute fragt. Aber dafür kenne ich mich nicht gut genug mit Statistik aus.

Aktuelle News

Aktuelle Testberichte