AMD RX Vega unter Wasser – Mehr Leistung durch bessere Kühlung? EK klärt auf!

logo EKNach dem Refresh der Polaris Grafikkarten durch die RX5X0 Modelle, hat AMD dieses Jahr auch eine neue Chip-Generation herausgebracht. Die AMD RX Vega 64 und 56 sind die Gaming Ableger der Vega GPU mit unglaublichen 4.096 bzw. 3.584 Shadern und 8GB HBM2 Speicher. Der Wasserkühlungshersteller EK hat bereits einen passenden Kühler für das Referenzmodell im Angebot und hat nun gezeigt, wie eine Verbesserung der Kühlung die RX Vega 64 regelrecht entfesseln kann.

EK FC Radeon Vega GPU Wasserblock 1

Der Marktstart der AMD RX Vega 64 und 56 ist nicht unbedingt als glücklich zu bezeichnen. Viele Spekulationen im Vorfeld haben die Erwartungen eventuell höhergeschraubt, als der Hersteller dies vorhatte. Die Leistung reicht im Serienzustand dafür aus, der Konkurrenz in Form der Nvidia GTX 1080 Paroli zu bieten, kommt aber nicht an die noch stärke ti heran. Weiterhin ist die Grafikkarte trotz der kleineren Fertigungstechnologie noch immer etwas Energiehungriger als die Kontrahenten und nicht unbedingt weniger Durstiger als die Vorgänger mit Fiji GPU. Die ungünstige Kommunikation der Preise und Bundles zum Marktstart hat zudem noch für etwas mehr Unmut gesorgt.

EK FC Radeon Vega GPU Wasserblock 9 EK FC Radeon Vega GPU Wasserblock 10 EK FC Radeon Vega GPU Wasserblock 2

Dass in der Luftgekühlten RX Vega 64 aber eine Menge ungenutzte Power brachliegt, hat EK nun im eigenen Blog dargestellt. Der gezeigte Artikel soll zugleich zeigen, das eine Wasserkühlung weit mehr als eine Verschönerung der Hardware darstellt. Denn aktuelle Grafikkarten Generationen nutzen allesamt Boost-Technologien, welche sich an einem Temperatur- oder/und Power-Limit orientieren. Gerade durch die immer kleiner werdende Chipgröße kann der erste Punkt ein Problem werden, denn die Abwärme muss nun durch eine sehr kleine Fläche übertragen werden. So auch bei der RX Vega. Die Folge ist, dass die Lüfter bzw. der Lüfter wesentlich höher drehen muss, damit das Temperaturlimit nicht erreicht wird. Die Reviews zeigten bislang jedoch, dass trotz rasend schnellem Lüfter die RX Vega ihren Boost-Takt von 1600MHz kaum erreicht, geschweige denn halten kann. Genau hier soll eine Wasserkühlung Abhilfe schaffen.

EK hat für die angeführten Tests und Vergleiche immer den Hauseigenen EK-FC Radeon Vega GPU Wasserblock verbaut. Die restliche Wasserkühlung bestand aus EK-CoolStream XE 360 Radiator, 3x EK-Vardar F2-120 Lüfter und EK-XRES 140 Revo D5 Pumpen-Ausgleichsbehälter-Kombination.

EK FC Radeon Vega GPU Wasserblock 3

EK nennt zwar keine Umgebungstemperatur, jedoch zeigen die gezeigten Werte, dass die Temperatur der Stock Karte bei 100% Last durch den Einsatz der Wasserkühlung von 80°C auf 39°C gesenkt werden konnte. Weiterhin zeigten die Tests, dass ohne Modifikationen der Boost-Takt um 80MHz stieg, während der Verbrauch um 15W sank. Da die Kühlung nun aber wesentlich mehr Spielraum für das Temperatur-Limit ließ, hat der Hersteller noch weitere Modifikationen vorgenommen und einen Kompromiss aus Takt und Leistungsaufnahme gefunden. Dazu wurde das Powerlimit um 50% erhöht und die Spannungen erhöht. Statt nun bei knapp unter 1400MHz zu takten, gelang es der RX Vega nun den Takt von knapp unter 1600MHz bei nur etwa 6% mehr Leistungsaufnahme zu erreichen. Wie wirkt sich dies nun beim Spielen aus? EK konnte eine Zunahme von ungefähr 20% bei 4K und 8K Benchmarks feststellen.

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Links mit Stock Kühler, rechts mit EK-FC Radeon Vega GPU Block und Modifikationen

Wie der Hersteller zeigte, ist eine Wasserkühlung also weit mehr als eine Optikaufwertung oder ein Weg zum leisen System. Bei mancher Hardware holt sie noch eine Menge verborgene Leistung zum Vorschein, ohne dass dabei die Leistungsaufnahme explodiert.

 EK FC Radeon Vega GPU Wasserblock 8

 

Quelle: EK

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