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THEMA: [Leser-Test] Fractal Design Define C TG - Tempered Glas trifft auf Understatement aus Skandinavien

[Leser-Test] Fractal Design Define C TG - Tempered Glas trifft auf Understatement aus Skandinavien 04 Okt 2017 18:57 #1

  • Junatic
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Junatic, 04.10.2017
FD-CA-DEF-C-BK-TG

Zunächst möchte ich mich recht herzlich bei Fractal Design und Markensturm für die Unterstützung und die Bereitstellung dieses Testmusters bedanken.
Ohne Sie wäre dieser Test nicht möglich gewesen, danke.






Abmessungen
L 413 mm x B 210 mm x H 453 mm

Material
Metall, Kunststoff

Mainboard Größen
Mini-ITX, mATX, ATX

Laufwerksmöglichkeiten
5.25" - 0x, 3.5" - 2x, 2.5" - 3x

Lüfteroptionen
Vorne - 3x 120mm/ 2x 140mm (1x 120mm vorinstalliert), Hinten - 1x 120 (1x 120mm vorinstalliert), Oben - 2x 120/140mm, Unten - 1x 120mm

Anzahl PCI Slots
7 (3-Way SLI/Crossfire mit 3 Grafikkarten möglich)

Frontanschlüsse
2x USB 3.0, Audio und Mikrofon

Zubehör
Mainboardschrauben, Netzteilschrauben, Mainboard Standoffs, Laufwerksschrauben, Kabelbinder, Staubfilter, Mikrofasertuch, Anleitung

Maximale Komponentengröße
CPU Kühler - 172mm
Grafikkarte - 315mm

Preis
ca. 96€
____________________________________________________________

An zwei Gehäusetrends kommt man im Jahr 2017 unter Garantie nicht vorbei. Die Rede ist natürlich von Tempered Glasseitenteilen und RGB- Beleuchtung.
Die Nachfrage für beide Trends ist riesig und immer mehr Hersteller springen auf den Zug auf und bieten neue Produkte an oder aber überarbeiten ihre bereits veröffentlichen Gehäuse.
Selbst der für sein minimalistisches Design bekannte Hersteller, Fractal Design, hat dem Druck nachgegeben und zwei Gehäuse der beliebten Define Serie, mit einem Tempered Glasseitenteil ausgestattet. So entstehen das Define C TG und das Define Mini C TG.

Mit dem Update der bereits veröffentlichten Define C Serie, kann Fractal Design nun auch endlich Interessierte Käufer ansprechen.
Doch ob dieses Upgrade gereicht hat und wie sich die Verwendung von Tempered Glas auf die Verwendung des Gehäuses auswirkt, möchte ich herausfinden, denn ich teste für euch das Fractal Design Define C TG.


Verpackung und Inhalt

Das Define C TG, kommt in einer typischen Pappverpackung, die mit Bildern und Informationen bedruckt ist. Auf ihr finden wir zum Beispiel, dass die beiden verbauten Lüfter, aus der neuen Dynamic X2 GP-12 Serie stammen, oder zwei 3.5" und drei 2.5" Festplatten verbaut werden können.

Das Zubehör befindet sich in einer eigenen, kleinen Verpackung, die wir bereits aus dem Test des Define Mini C oder Define S kennen. Wie auch bei den beiden anderen genannten Gehäusen, ist sie im Define C TG in einem der 3.5" Laufwerksschächte und beinhaltet Mainboardschrauben, Netzteilschrauben, Mainboard Standoffs, Laufwerksschrauben, Kabelbinder, Staubfilter, Mikrofasertuch sowie eine Anleitung.
Besonders das Tuch zum reinigen des Glasseitenteils ist eine nette Beilage und habe ich in dieser Form bisher noch nicht gesehen. Bereits hier zeigt sich, das Fractal Design lieber etwas wartet um dann ein komplett zu Ende gedachtes Produkt auf den Markt bringt.


Detailbetrachtung des Fractal Design Define C TG

Das Fractal Design Define C TG, gehört zu den Midi Tower Gehäusen.
Das heißt, dass es mit seiner Länge von 41.3cm seiner Breite von 21.2cm und seiner Höhe von 45.3cm, Mini-ITX, mATX und ATX große Mainboards aufnehmen kann.
CPU Kühler bis zu 17.2cm und Grafikkarten bis zu 31.5cm Größe, finden im Define C TG ihren Platz.

Optisch hat sich abseits des Glasseitenteils, nichts geändert. Es bleibt die Define typische, schwarze Front aus "gebürstetem" Plastik. Da es keine 5.25" Schächte mehr gibt, wird auch keine Fronttür verbaut. Somit entsteht eine ununterbrochene Front, welche das minimalistische Design prägt. Auffällig ist lediglich der Griff für den Boden Staubfilter, welcher sich nach Vorne herausziehen lässt.

Natürlich kann die Frontpartie auch abgenommen werden. Dahinter kommt ein abnehmbarer Staubfilter, sowie die Lüfterplätze zum Vorschein.
Hier können bis zu drei 120mm oder zwei 140mm Lüfter verbaut werden. Wie ich später zeigen werden, passen Radiatoren bis zu einer Größe von 360mm hinein, jedoch müssen dafür einige Bedingungen beachtet werden. Zur Reinigung kann der verbaute Staubfilter einfach abgenommen werden.
So kommt man auch an die dahinter liegenden Montagepunkte für die Front Lüfter.

Leider hat sich, wie schon an der Front, auch nichts am Front Panel getan. Es kommen weiterhin lediglich zwei USB 3.0 Anschlüsse sowie Mikrofon und Kopfhörer Anschluss zum Einsatz. Ein USB-C Anschluss oder zwei weitere USB 3.0 Anschlüsse, sollten in der heutigen Zeit keine Hürde mehr darstellen. Hier könnte Fractal Design noch einmal nachlegen.

Hinter dem Front I/O Panel, erstreckt sich die Oberseite des Gehäuses. Im Auslieferungszustand ist diese mit einer Plastikabdeckung, dem Moduvent, verschlossen.
Dies haben wir in kleinerer Form, bereits beim Define S gesehen und funktionierte da bereits einwandfrei.

Das große Moduvent Modul kann dann von Innen gelöst und abgenommen werden. Darunter kommen die Lüfterplätze für die Oberseite zum Vorschein, bestehend aus 2x 120mm bzw. 140mm Lüfterplätzen. Radiatoren bis zu 280mm können also hier verbaut werden. Der optional verwendbare Staubfilter ist auch hier wieder im Lieferumfang enthalten. Das fehlen dieses, war beim Define S, noch einer der größten Kritikpunkte.

Drehen wir das Define C TG einmal herum, sehen wir im Oberen Bereich, die Aussparung für die Mainboard I/O Blende, sowie den in der Höhe verstellbaren, vorinstallierten 120mm Lüfter.
Darunter kommen sieben weiße PCI Slotblenden, sowie die Aussparung für das Netzteil samt Halterahmen, zum Vorschein.

Bevor wir das Tempered Glas Seitenteil betrachten, werfen wir noch einen Blick auf die Unterseite des Gehäuses. Hier sind die vier Gummierten Standfüße und der große Staubfilter erkennen. Letzterer wird wie bereits angesprochen, über die Front herausgezogen. Die Standfüße dienen zusammen mit den Schienen in der Mitte der Unterseite, als eine Führung für den Staubfilter.

Kommen wir nun zu der Namensgeblichen Neuerung beim Define C TG, dem Tempered Glasseitenteil. Dieses befindet sich auf der linken Seite des Gehäuses und ist zum Schutz vor Transportschäden, mit einer Schutzfolie versehen. An den Rändern sowie an den Ecken, ist das Glasseitenteil schwarz getönt. Da sich hier jedoch nur selten sehenswerte Komponenten befinden, mindert dies den Eindruck des Seitenteils nicht. Außerdem befindet sich ein Warnhinweis in der rechten Ecke, das es sich hierbei um echtes Glas handelt und man daher vorsichtiger sein sollte im Umgang.

Wie schon beim Mikrofasertuch angesprochen, denkt Fractal Design Ihre Produkte zu Ende. So kommt es, dass nicht nur das Glasseitenteil selber, sondern auch der Gehäuserahmen, mit jeweils zwei Schaumstoff-Streifen versehen sind. Das verhindert Beschädigungen bei der Befestigung des Seitenteils und gleichzeitig wirken die Streifen als eine Art Dichtung zwischen Glas und Gehäuse.

Befestigt wird das Seitenteil, wie auch bei vielen anderen Gehäusen, auf vier Gummipuffern, in die Schrauben geschraubt werden. Beim Define C TG, befinden sich die vier Puffer in den jeweiligen Ecken des Gehäuses und dienen als Auflage und Entkopplung. Auch die Schrauben sind mit einer Gummierung versehen, zur Dämmung und zur Vermeidung von Schäden. Leider verwendet Fractal Design relativ kurze Schrauben, was Fingerabdrücke bei der Montage garantiert. Da jedoch das Mikrofasertuch beigelegt wurde, kann ich über diesen Mangel hinwegsehen.


Der Innenraum des Fractal Design Define C TG

Um in den Innenraum des Define C TG zu gelangen, müssen Daumenschrauben des rechten Seitenteils sowie die vier Schrauben für das Tempered Glasseitenteil gelöst werden.
Wie bereits bei den Vorgängern, werden beim rechten Seitenteil, gesicherte Daumenschrauben verwendet, welche nicht abfallen können. Für das Tempered Glasseitenteil gibt es so etwas verständlicherweise nicht.

Der Innenraum ist komplett in schwarz gehalten und lässt sich in drei Bereiche einteilen.
Der rechte Bereich an der Gehäusefront, ist offen und frei gestaltet. Hier können an einer eigenen Halterung, bis zu drei 120mm oder zwei 140mm Lüfter verbaut werden. Damit der dritte 120mm Lüfter Platz findet, kann in der Netzteilblende, eine kleine Aussparung geöffnet werden. Hier ist auch der ab Werk verbaute 120mm Frontlüfter, namentlich Dynamic X2 GP-12, zu finden.

Im hinteren Bereich des Innenraums, befindet sich der zweite verbaute 120mm Dynamic X2 GP-12 Lüfter. Dieser ist in schwarz-weiß gehalten und wird per 3-Pin Anschluss angeschlossen.
Besonders erfreulich ist, dass der Lüfterplatz etwas nach Hinten aus dem Gehäuse herausragt. Gerade bei kleinen mATX oder vielen Mini-ITX Mainboards, kann es dazu kommen, dass sich CPU Kühler und Hecklüfter gefährlich nahe kommen. Dieser Gefahrenpunkt wurde damit eliminiert. Darunter gibt es die sieben PCIe Slotblenden.

Am unteren Ende des Innenraums, ist eine Netzteilblende angebracht. Diese erstreckt sich über die komplette Länge des Gehäuses und kann an der Front etwas unterbrochen werden um Platz für den dritten 120mm Lüfter zu schaffen.
Im hinteren Bereich ist die Blende perforiert, sodass das darunter liegende Netzteil zur Not auch mit seinem Lüfter nach Oben verbaut werden kann.

In der Mitte des Innenraums, befindet sich auf Höhe des Hecklüfters eine großzügige CPU Kühler Aussparung. Mit dieser kann bei jedem Mainboard, ein CPU Kühler bei montiertem Mainboard installiert werden.
Diese Aussparung ist so groß, das sie an den Seiten sogar über ein Mini-ITX Mainboard hinüber ragt. Umrahmt wird der Mainboard Tray von vier Gummi Durchführungen mit deren Hilfe alle notwendigen Kabel sicher und einfach hinter den Mainboard Tray geführt werden können.

Die Rückseite des Innenraums, ist ebenfalls komplett schwarz, aber allerdings nicht komplett gerade.
Um für ein gutes Kabelmanagement mehr Platz zu bieten, wurde der Mainboard Tray im vorderen bereich etwas in den Innenraum gebogen. Beim Define S wurde dieser Platz noch für die Montage der 3.5" Festplatten verwendet. Beim Define C TG können hier alle notwendigen Kabel verstaut werden.
Dazu gibt es hinter der CPU Kühler Aussparung eine Montageschiene, auf der gleich drei 2.5" Festplatten montiert werden können.

Für 3.5" Festplatten, gibt es unter der Netzteilblende zwei Rahmen in einem kleinen Käfig. Selbstverständlich können auch weitere 2.5" Festplatten verbaut werden.

Dieser Käfig lässt sich von der Unterseite des Gehäuses, durch das Lösen von vier Schrauben, verschieben. So kann Platz für ein größeres Netzteil, oder aber für einen Front Lüfter bzw. Radiator, geschaffen werden. Die vier Montagepunkte für eine Wasserkühlungs Pumpe sind auch hier zu finden. Allerdings muss der Festplatten Käfig dafür ausgebaut werden.

Das Netzteil findet seinen Platz dann auf vier kleinen Gummi Puffern, welche zur Entkopplung und sicheren Auflage des Netzteils dienen.


Einbau des Testsystems

Der Einbau des Testsystems im Fractal Design Define C TG, verlief schnell, einfach und Problemlos. Es traten keine Probleme auf und das rechte Seitenteil ließ sich ohne großen Kraftaufwand schließen.

Mein Testsystem besteht aus folgenden Komponenten
CPU: Intel Core i5 6600K @ 3.5GHz
CPU Kühler: Thermalright Macho 120 SBM
Mainboard: MSI Z170I Gaming Pro AC
RAM: 2x 4GB HyperX Fury 2133MHz DDR4
Grafikkarte: Zotac GTX 460 Synergy Edition
SSD/HDD: 250GB Samsung 840 Evo SSD
Netzteil: 700W be quiet! Straight Power 10 CM
Windows: 10 Pro 64-Bit

Bevor ich mit dem Einbau meines Testsystems beginne, teste ich die Montagemöglichkeiten für Wasserkühlungen. Zum Einsatz kommen 45mm dicke, Alphacool NexXxoS Radiatoren in verschiedenen Größen.
Dafür bietet das Define C TG, gleich mehrere Punkte. Die Montage eines 120mm Radiators im Heck habe ich einmal außen vorgelassen, da ein 120mm Radiator in der Regel nur bei AiO-Wasserkühlungen zum Einsatz kommt.
Zunächst habe ich in der Front, einen 240mm Radiator verbaut. Dies klappte ohne Probleme und war schnell erledigt.

Danach sollte ein 360mm Radiator verbaut werden. Damit dieser Platz findet, müssen von der Gehäuse Front aus, zwei Schrauben gelöst werden.
Diese halten das herausnehmbare Teil der Netzteilblende. Sobald die Öffnung frei ist, kann auch der 360mm Radiator problemlos seinen Platz erhalten. Wird ein 45mm dicker Radiator wie bei mir verwendet, muss jedoch der Festplattenkäfig komplett ausgebaut werden.

Zum Abschluss habe ich dann noch einen 240mm Radiator in den Deckel verbaut. Leider gibt es hier im Gegensatz zum Vorgänger, dem Define S, keine Möglichkeit mehr einen 360mm Radiator im Deckel zu verbauen. Aufgrund des dicken Front Radiators, muss der 240mm große Radiator im Deckel so weit nach hinten verschoben werden, dass der Gehäuselüfter im Heck, weichen musste. Wird der Front 360mm Radiator nun nur noch so verbaut, dass seine Anschlüsse unten liegen, passen beide Radiatoren in das Define C TG.

Nun wird das Testsystem eingebaut.
Ich beginne wie immer mit dem Vorbereiten des Gehäuses, für den Einbau des Mainboards samt Kühler.
Dafür werden zunächst beide Seitenteile entfernt, solange sie noch nicht abgenommen wurden. Danach werden die Standoffs für mein Mini-ITX Mainboard, in das Gehäuse geschraubt. Dank des vormontiertem Standoff, der kein Gewinde hat, aber dafür eine kleine Halterung die das Mainboard an Ort und Stelle hält, verläuft der Einbau des Mainboards einfacher als bei manch anderem Gehäuse.

Ist dies getan, wird die restliche Hardware im Gehäuse untergebracht.
Neben dem Einbau der SSD, muss natürlich auch das Netzteil verbaut werden. Dazu wird der Einbaurahmen von der Rückseite des Gehäuses abgenommen und an das Netzteil angelegt.
Dort wird beides dann verschraubt und das Netzteil wird von Hinten in das Gehäuse geschoben, wo dann der Halterahmen wieder an das Gehäuse geschraubt wird.

Der Einbau der Grafikkarte verlief dann weiterhin denkbar simpel und so, wie man es von einem guten Tower gewöhnt ist. Slotblende ausgebaut, Grafikkarte in den Slot gesteckt und das Ganze dann mit Schrauben fixieren.

Danach geht es an das Anschließen der Strom- und Datenkabel.
Die Kabel für das Front I/O Panel, sind allesamt sauber hinter dem Mainboard Tray, an das untere Ende des Gehäuses verlegt. Dank der vielen Kabeldurchführungen, lassen sich diese dann sehr einfach und schnell anschließen und beinahe unsichtbar machen. Durch die Kabeldurchführung für den 8-Pin EPS Steckers, lässt sich dieser ebenfalls beinahe unsichtbar machen. Alle übrigen Kabel können dann ganz einfach unter der Netzteilblende versteckt werden.

Insgesamt verlief der Einbau des Testsystems im Fractal Design Define C TG, sehr einfach und schnell. Nirgends gab es Probleme und auch die beiden Seitenteile ließen sich am Ende ohne Druck schließen.


Temperaturen und Lautstärke

Um die Temperaturen zu ermitteln, wird das Programm NZXT Cam in der aktuellsten Version verwendet.
Es werden 2 voneinander unabhängige Messungen durchgeführt, bei einer konstanten Raumtemperatur von 22°C.

Da Messungen im Idle immer uninteressanter werden, da aktuelle Prozessoren und Grafikkarten so effektive Stromsparmethoden besitzen, dass diese kaum noch Wärme abgeben.
Darum habe ich mich ausschließlich auf Messungen unter voller Auslastung entschieden.
Dazu wird die CPU mit Prime95 aufgeheizt, während die Grafikkarte mit Unigine Heaven ausgelastet wird.
Danach wird in einem Abschnitt von 10 Minuten gemessen und der Mittelwert aus 3 unabhängigen Messungen gebildet.

Die CPU Temperatur im Fractal Design Define C TG unter Full Load bei 5V bzw. Low Einstellungen der Lüftersteuerung, beträgt: 55°C
Die GPU Temperatur im Fractal Design Define C TG unter Full Load bei 5V bzw. Low Einstellungen der Lüftersteuerung, beträgt: 65°C

Die CPU Temperatur im Fractal Design Define C TG unter Full Load bei 7V bzw. Low Einstellungen der Lüftersteuerung, beträgt: 54°C
Die GPU Temperatur im Fractal Design Define C TG unter Full Load bei 7V bzw. Low Einstellungen der Lüftersteuerung, beträgt: 65°C

Die CPU Temperatur im Fractal Design Define C TG unter Full Load bei 12V bzw. High Einstellungen der Lüftersteuerung, beträgt: 52°C
Die GPU Temperatur im Fractal Design Define C TG unter Full Load bei 12V bzw. High Einstellungen der Lüftersteuerung, beträgt: 64°C


Für die Lautstärkenmessung wird in einem Abstand von 30cm, von der Mitte des Gehäuses und bei geschlossenem Seitenteil gemessen.
Nur so kann die wirkliche "Lautstärkeunterdrückung" des Gehäuses gemessen werden.

Das Grundrauschen im Raum betrug während der Messungen: 33.5dB
Mit 5V bzw. der Lüftersteuerung auf Low beträgt die Lautstärke des Fractal Design Define C TG: 33.5dB
Mit 7V bzw. der Lüftersteuerung auf Mid beträgt die Lautstärke des Fractal Design Define C TG: 34dB
Mit 12V bzw. der Lüftersteuerung auf High beträgt die Lautstärke des Fractal Design Define C TG: 35dB


Die Werte im Vergleich

Zum Vergleich mit dem Fractal Design Define C TG, ziehe ich folgende Konkurrenz heran
Offener Testaufbau
Aerocool XPredator II (120€)
Aerocool Project 7 C1 (85€)
Cooler Master MasterBox 5 (65€)
Enermax Ostrog Advance (110€)
Fractal Design Define Mini C (80€)
Nanoxia Deep Silence 3 (70€)
Raijintek Asterion Classic (145€)

Die beiden verbauten 120mm Lüfter im Define C TG, zeigen bei jeder angelegten Spannung, was sie leisten können. Sei es 5V, 7V oder volle Umdrehungen bei 12V Spannung, die warme Abluft wird sehr gut aus dem Gehäuse abgeführt. In allen drei Szenarien, stellt man sich an die Spitze der Luftgekühlten Gehäuse und platziert sich direkt hinter dem Offenen Testaufbau. Lediglich das Define Mini C, ausgerüstet mit einer Custom Wasserkühlung mit zwei 240mm Radiatoren, konnte deutlich bessere Ergebnisse liefern. Vergleicht man jedoch das Define Mini C und das Define C TG in der Luftgekühlten variante miteinander fällt auf, das sie sich nur geringfügig unterscheiden. Zum einen spricht das für die gute Kühlung im Define Mini C, zum anderen wird die Verwendung der Schaumstoffteile am Glasseitenteil und der Gehäusekante, deutlich - das Gehäuse wird abgedichtet und das sehr gut.

In den Temperaturen spiegelt sich diese Erkentniss wieder. Die Lautstärke im Define C TG, ist minimal und außer bei 12V, kaum zu hören.
Auch wenn Fractal Design kein doppelt verglastes Seitenteil, wie be quiet! beim Dark Base 900 Pro verwendet, wird durch die Abdichtung der Schaumstoffstreifen, der Platz in der leisen Define Serie gesichert. Mit Lautstärkewerten, nur knapp über dem Grundrauschen des Raumes, kann man nicht mehr viel verbessern. Fractal Design zeigt, weshalb sie hier her gehören.


Zusammenfassung

Wie schon das Define Mini C, kann mich auch Fractal Designs erster Versuch, eines Tempered Glasseitenteils, völlig überzeugen. Abstriche müssen nur in minimalen Maße gemacht werden und wer dem Trend des Glases erlegen ist, kann mit dem Define C TG, nahezu nichts falsch machen.

Die Verarbeitung des Define C TG ist auf einem hohem Niveau. Nach meinem Test des Define S und Define Mini C, habe ich allerdings auch nichts anderes mehr erwartet. Nirgends gibt es scharfe Kanten oder unschöne Spaltmaße. Alles passt so wie es soll und ist da wo es hingehört.
Besonders erfreut hat mich der beigepackte Staubfilter für die Oberseite und das Mikrofasertuch für das Tempered Glas Seitenteil.

Der Innenraum ist gewohnt, klassisch und vor allem aber ordentlich aufgebaut und man findet sich sofort zurecht. Die Halterungen für das Glasseitenteil wurden flüssig und das Gesamtbild des Innenraums integriert und stören auch beim Einbau der Hardware nicht. Dieser verlief dann unglaublich einfach. Der spezielle Standoff in der Mitte oder die sehr große CPU Kühleraussparung machten den Einbau Kinderleicht.
Das im Anschluss anfallende Kabelmanagement, konnte dank des Knicks im Mainboard Tray, ebenfalls schnell und einfach erledigt werden. Selbst wenn man noch nie Hardware in ein Gehäuse eingebaut hat, klappt es im Define C TG bestimmt, da Fractal Design es so einfach wie nur möglich macht.

Besonders interessant sind in einem gedämmten Gehäuse dann natürlich die Messwerte. Sowohl bei den Temperatur-, als auch bei den Lautstärke Messungen, spielt das Fractal Design C TG immer in den Spitzenplätzen mit und setzt sich noch vor das Define Mini C, welches noch ohne Glasseitenteil ausgeliefert wird. Lediglich der Offene Testaufbau, konnte bessere Ergebnisse erzielen.

Doch es gibt auch einen Kritikpunkt. Besonders der Vorgänger der Define C Serie, namentlich Define S Serie, hat extrem viele Möglichkeiten für den Einbau einer Wasserkühlung geboten. Natürlich bietet auch die Define C Serie, etliche Montagemöglichkeiten sowohl für Radiator, als auch für Ausgleichsbehälter. Dennoch ist der Innenraum, besonders für einen Midi Tower, ungewohnt beengt. Den Ausgleichsbehälter zwischen Grafikkarte und Frontlüfter zu verbauen wird damit zur Herausforderung, denn durch den Wegfall eines 360mm Radiatorplatzes im Deckel, muss dieser nun in der Front verbaut werden. Ich möchte nicht unnötig ungenutzten Platz in der Front des Gehäuses haben, allerdings erachte ich den fehlenden 360mm Radiatorplatz im Deckel als Kritikpunkt, auch wenn er nur eine gewisse Nutzergruppe anspricht.

Empfehlen kann ich das Fractal Design Define C TG Gehäuse, dennoch ohne Bedenken, denn hier passt einfach so viel zu gut zusammen.
Wasserkühlungs Enthusiasten müssen zwar in die Schranken gewiesen werden, können allerdings auch hier ihre Kreativität ausleben. Wer lieber bei Luftkühlung bleibt, hat ein sehr schönes, unglaublich kühles und nahezu unhörbares Gehäuse. Somit hat sich das Fractal Design Define C TG natürlich meinen Gold Award verdient. Der Versuch des Tempered Glas Seitenteils, ist perfekt gelungen.


Pro
+ sehr gute Verarbeitung
+ sehr gute Temperaturwerte
+ sehr gute Lautstärkewerte
+ Mikrofasertuch für das Tempered Glas im Zubehör
+ großzügiger Innenraum
+ viele Staubfilter
+ Bodenstaubfilter lässt sich nach Vorne heraus ziehen
+ guter Preis

Contra
- kein 360mm Radiatorplatz im Deckel

Letzte Änderung: 09 Okt 2017 15:29 von Junatic. Begründung: Gehäusemaße korrigiert
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Folgende Benutzer bedankten sich: Scarecrow1976, crackman81

[Leser-Test] Fractal Design Define C TG - Tempered Glas trifft auf Understatement aus Skandinavien 08 Okt 2017 11:26 #2

  • stadler5
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Schöner Test. :)
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[Leser-Test] Fractal Design Define C TG - Tempered Glas trifft auf Understatement aus Skandinavien 08 Okt 2017 18:31 #3

  • Totti94
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Muss ich auch sagen!

Was mit an dem Gehäuse nicht gefällt, ist, dass die Slotblenden weiß sind, dass Langlöcher für Lüfter vorgesehen sind und der Design-Mix aus gebürsteter Front und ansonsten lackierten Flächen.
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[Leser-Test] Fractal Design Define C TG - Tempered Glas trifft auf Understatement aus Skandinavien 09 Okt 2017 15:09 #4

  • Junatic
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stadler5 schrieb:
Schöner Test. :)
Totti94 schrieb:
Muss ich auch sagen!

Vielen Dank!

Totti94 schrieb:
[...] die Slotblenden weiß sind, dass Langlöcher für Lüfter vorgesehen sind [...]

Die Slotblenden, wie auch die gebürstete Front, gehört mit zum Markenzeichen der Define Serie. Die Blenden haben zum Beispiel auch einen gewissen Teil an dem Hype an schwarz-weißen Systemen gehabt. Zur Not kann man sie auch ganz einfach färben ;)

Meinst du mit Langlöcher für die Lüfter, dass man die Lüfter in der Höhe verstellen kann? Das sehe ich als einen großen Vorteil. Man hat die Wahl, wo der Lüfter hängen soll und kann gegebenenfalls, noch mehr Platz schaffen. Wieso das für dich ein "Kritikpunkt" ist, kann ich nicht nachvollziehen.

Gruß Junatic
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[Leser-Test] Fractal Design Define C TG - Tempered Glas trifft auf Understatement aus Skandinavien 14 Okt 2017 11:11 #5

Sehr guter Test ! Schönes Case. Sehr schlicht und trotzdem Edel.
Chuck Norris kann STRG + ALT + ENTF gleichzeitig mit einem Finger drücken.
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